Champions Hockey League

Champions Hockey League – Where Europe Comes To Play

Die Adler Mannheim sind in der 2014 gegründeten CHL auch in der Saison 2016/17 als Gründungsmitglied wieder am Start. Ab der Saison 2017/18 gelten allerdings ausschließlich sportliche Kriterien für die Qualifikation.

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Mit einem positiven Gefühl gegen Tampere

11. September 2016

Die Entscheidung fällt am letzten Spieltag: Im abschließenden Gruppenspiel der Champions Hockey League treten die Adler bei Tappara Tampere an. Es gibt sicherlich leichtere Aufgaben als ein Gastspiel beim finnischen Meister. Doch die Adler gehen mit einem positiven Gefühl in die Partie.

„Aus dem Spiel haben wir viele positive Eindrücke mitgenommen, ausgenommen leider das Ergebnis“, sagte Danny Richmond, angesprochen auf die 3:4-Niederlage in der Overtime gegen Lugano am Mittwoch. Doch die positiven Eindrücke überwogen beim Verteidiger: „Unser Forecheck war gut, im eigenen Drittel haben wir das ebenfalls gut gelöst. Wenn wir gegen Tampere da anknüpfen und diszipliniert auftreten, wird das Ergebnis stimmen.“

„Wenn wir unser System spielen, dann sind wir auf einem guten Weg. Das haben alle drei Spiele in dieser schweren Gruppe gezeigt, wir waren auf Augenhöhe. Wir haben Tampere zu Hause geschlagen, jetzt müssen wir sie eben auswärts schlagen“, pflichtete Mathieu Carle ihm bei. Die Eindrücke vom 4:1-Sieg über die Finnen vor rund drei Wochen in Mannheim tragen zur ohnehin schon positiven Grundstimmung bei.

Das 4:1 aus dem Hinspiel spornt an

„Im Hinspiel haben die Special Teams eine wichtige Rolle gespielt, wir haben unsere Überzahlsituationen gut genutzt. Wenn uns das wieder gelingt und wir von der Strafbank wegbleiben, dann bin ich sehr optimistisch“, so Richmond.

Doch nicht nur die Adler spornt das Ergebnis aus dem Hinspiel an, glaubt Carle: „Sie wollen Revanche für das 1:4 in Mannheim und haben eine starke Mannschaft, aber wir haben in Mannheim ein richtig gutes Spiel gemacht. Darum können wir mit einem positiven Gefühl in das Rückspiel gehen. Beide Teams wollen in die nächste Runde einziehen.“ Die Entscheidung, wer das sein wird, fällt heute.

Adler live erleben

Das Spiel der Adler gegen Tappara Tampere (11. September, 18.00 Uhr) wird von Laola1.tv im Livestream übertragen: http://www.laola1.tv/de-at/livestream/tappara-tampere-adler-mannheim-lde
Das Webradio unseres Medienpartners Radio Regenbogen und der Liveticker der Adler-App melden sich ebenfalls.

Der nächste Gegner der Adler: Tappara Tampere

21. August 2016

Mit Tappara Tampere treffen die Adler im zweiten Gruppenspiel der Champions Hockey League auf keinen Geringeren als den amtierenden finnischen Meister. Nach drei Finalniederlagen in Serie gelang der Mannschaft in der vergangenen Saison endlich der langersehnte Erfolg, der 16. Titelgewinn der Clubgeschichte.

Dass man den Topscorer der finnischen Liga ebenso wie Torhüter Tomi Karhunen im Sommer in die KHL ziehen lassen musste, kam ebenso wenig überraschend wie der Abgang des 18 Jahre alten Supertalents und Playoff-Toptorschützen Patrik Laine, der im NHL-Draft im Juni an zweiter Stelle gezogen wurde und nun sein Glück bei den Winnipeg Jets versucht.

Doch die offenen Positionen im Sturm wurden ebenso wie die umgekrempelte Verteidigung - vier der sieben Stammverteidiger verließen Tappara - keinesfalls mit Superstars besetzt. Vielmehr bleibt man der eigenen Linie treu und versucht, talentierte Spieler zu entwickeln und damit an die Leistungen der vergangenen Jahre anzuknüpfen.

Das Match in Mannheim ist die erste CHL-Partie der Finnen in dieser Saison. Die ersten beiden Testspiele gewann Tappara jeweils zu Null gegen die Ligakonkurrenten TPS Turku und Ilves Tampere.

Der Trainer: Als Spieler schaffte es Jussi Tapola nicht bis in die erste Liga, doch als Trainer machte sich der heute 42 Jahre alte Finne im Nachwuchsbereich einen Namen, bevor er vor vier Jahren als Assistenztrainer zu Tappara kam. Vor zwei Jahren wurde Tapola dann zum Headcoach befördert und führte das Team in der vergangenen Spielzeit zum Titel.

Augen auf... Teemu Lassila! Der 33-jährige Keeper hatte sich in Finnland und Schweden mit starken Leistungen einen Namen gemacht und kam so 2011 zu seinen ersten Nationalmannschaftseinsätzen bei der WM. Der Weltmeistertitel war Auszeichnung genug und führte zu Angeboten aus der KHL - zweieinhalb Jahre lang spielte Lassila in der russischen Liga für drei verschiedene Teams. Vor zwei Jahren kehrte er zu seinem Stammverein TPS Turku zurück, nun soll er in Tampere der große Rückhalt der Mannschaft werden.

Die letzten Duelle gegen Tampere:
08.09.1985: Mannheimer ERC - Tappara Tampere 7:5 (Freundschaftsspiel)
13.09.1988: Mannheimer ERC - Tappara Tampere 4:5 n.V. (im Rahmen des Mercedes-Benz-Cups in Mannheim)

Adler Mannheim - Tappara Tampere
Sonntag, 21.8.2016, 18:00 Uhr
SAP Arena, Mannheim

Das Spiel wird live im Webradio unter http://www.regenbogen.de/content/html/shared/radioplayer/index.html?s=2&r= sowie im Fernsehen bei Sport1 übertragen. Auch das Adler-Webradio und der Liveticker der Adler-App berichten.

"Das neue Format wertet die CHL extrem auf"

08. August 2016

Am 18. August fällt der Startschuss für die dritte Champions-Hockey-League-Saison. Im ersten Gruppenspiel treffen die Adler in der SAP Arena auf den aktuellen Vizemeister aus der Schweiz, den HC Lugano. Martin Baumann, CEO der CHL, spricht im Interview über das Produkt CHL, das neue Format und seine Wünsche für die deutschen Teams.

Martin Baumann, die dritte Champions Hockey League Saison steht kurz vor der Tür. Wo steht das Produkt?

Wir merken ganz klar, dass deutlich mehr Akzeptanz vorhanden ist als noch vor zwei Jahren, dass wir mehr Aufmerksamkeit von Fans und Medien erhalten. Außerdem – und das ist ganz wichtig – der Fokus richtet sich immer mehr auf den Sport als auf das ganze Drumherum. Wir bekommen auch ausschließlich sehr, sehr gute Feedbacks von Coaches und Spielern, was uns sehr zuversichtlich stimmt. Wenn unsere Hauptdarsteller an die CHL glauben, wer kann es nicht? Wenn wir von Deutschland als sehr wichtigem Markt für die CHL sprechen, dann stehen wir nach der zweiten Saison ebenfalls viel besser da als nach der ersten – sportlich und zuschauermäßig. Fünf von sechs Teams haben es letzte Saison in die Playoffs geschafft – natürlich auch dank des angepassten Modus. Aber trotzdem: Die Eisbären Berlin schafften es dann gleich bis ins Achtelfinale und Ingolstadt scheiterte in der Round of 32 nur um ein Haar in der Overtime am späteren Champion Frölunda Göteborg. Das sind Trends, die mich sehr zuversichtlich stimmen. Außerdem war der Zuschauerauflauf sehr positiv – Mannheim konnte gleich zweimal einen neuen CHL-Zuschauerrekord vermelden. Einen ganz wichtigen Schritt haben wir im Juni vollzogen: Die Generalversammlung hat ein neues Format für die übernächste Saison verabschiedet sowie der Vertragsverlängerung mit unserem Vermarkter Infront Sports & Media zugestimmt. Damit wurden entscheidende Weichen gestellt.

Sie sprechen es gerade an, es wurden wegweisende Schritte für die Champions Hockey League eingeleitet. Können Sie bitte das neue Format, das ab der Saison 2017-18 gilt, etwas näher erläutern?

Es erfolgt eine Reduktion auf 32 Teams, maximal 5 Teams pro Land dürfen antreten. Außerdem gibt es nur noch sportliche Qualifikation, die Gründungsteams sind also nicht mehr gesetzt. Wer in der Champions Hockey League spielen will, muss sich das in der Meisterschaft verdienen. Das neue Format wertet die Champions Hockey League extrem auf. All die Kritik, die wir seit dem Start in den letzten zwei Jahren einstecken mussten – zu viele Teams aus einem Land und der automatische Startplatz für Gründungsmitglieder – wird auf einen Schlag neutralisiert.

Was bedeutet dieses neue Format nun aber für Deutschland?

Deutschland ist eines der Länder, das am einschneidendsten von der Formatänderung betroffen ist – und zwar wird die Anzahl deutscher Teams nach aktuellem Stand von sechs auf drei reduziert. Das ist für die Champions Hockey League sehr schade, weil der deutsche Markt für uns unglaublich wichtig ist und weil die deutschen Teams auch sehr committed sind. Leider haben sie es im sportlichen Vergleich aber verpasst, sich mehr Startplätze für die übernächste Saison zu sichern. Dies liegt sicherlich vorwiegend an der ersten Saison 2014/15, wo die DEL-Teams unterdurchschnittlich schlecht abschnitten. Die Anzahl Startplätze pro Land wird nämlich künftig ebenso an sportliche Kriterien gebunden sein, wie die Qualifikation der einzelnen Teams. Dazu führen wir das CHL-Ranking, das die Resultate der Teams während drei CHL-Saisons wertet. Es heißt aber auch, dass sich die deutschen Teams in Zukunft durchaus wieder zusätzliche Startplätze erkämpfen können. Deshalb ist jetzt diese dritte CHL-Saison auch so unglaublich wichtig: Die Teams kämpfen um Punkte fürs Ranking, die die künftige Anzahl Startplätze für ihr Land definieren.

Die Reduktion auf 32 Teams war auch Voraussetzung für die Vertragsverlängerung mit dem Medien- und Marketing-Partner Infront Sports & Media…

Genau. Die Shareholder haben an der Generalversammlung sozusagen im Doppelpack über die Formatänderung und über die Vertragsverlängerung mit Infront abgestimmt. Dadurch haben wir nun einen Vertrag über weitere sechs Jahre bis 2023 in der Tasche, der uns eine langfristige Sicherheit gibt, unser Produkt weiterentwickeln zu können. Ich bin darüber sehr glücklich und freue mich auch über die weitere, enge Zusammenarbeit mit Infront, die einen sehr guten Job im TV-Bereich und in der Vermarktung machen und uns auch mit weiteren Dienstleistungen wie dem Venue-Management und Digital Services unterstützen. Wenn unser Vermarkter so sehr an uns glaubt und den Vertrag sechs Jahre verlängert, ist das auch eine extrem starke Botschaft gegenüber den Fans und den Medien.

Zurück zur aktuellen, dritten CHL-Saison: Was wünschen Sie sich von den deutschen Teams?

Ich wünsche mir, dass sie sportlich noch einmal etwas zulegen. Perfekt für die CHL wäre eine deutsche Cinderella-Story, sprich ein deutsches Team, dass die nordische Mauer durchbricht und es vielleicht sogar bis ins Halbfinale schafft. In der letzten Saison hat mit dem HC Davos ein Schweizer Vertreter für Aufsehen und eine tolle Geschichte gesorgt, warum nicht dieses Jahr ein deutsches Team? Die Euphorie, die Davos in der Schweiz und in ganz Europa entfachen konnte, war unglaublich und genau das, was die Champions Hockey League braucht. Und natürlich wünsche ich mir auch dieses Jahr volle Arenen und begeisterte Fans – warum nicht wieder ein neuer Zuschauerrekord? Die Kampfansage ist da – der neue polnische Vertreter aus Krakau hat angekündigt, seine 15‘000er-Arena zu füllen. Wir sind gespannt, ob es klappt – und würden uns sehr freuen, wenn andere Clubs nachziehen.

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