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Saison 95/96 - Weder Fisch noch Fleisch

Nach den überraschenden Erfolgen der jungen Adler im Premierenjahr der DEL stand das Spieljahr 1995/96 unter schlechteren Vorzeichen. Die finanziellen Möglichkeiten der neuen Adler GmbH ließen eine Verstärkung des Teams nicht zu, so dass Lance Nethery mit dem Stamm der Vorjahresmannschaft weiterarbeiten musste. Das war deshalb problematisch, da die anderen Teams der DEL das Adler-Team nach den Erfolgen der Vorsaison nicht mehr unterschätzten und gar einige Leistungsträger der Vorjahre das Team verlassen hatten. Neben Mike Heidt waren Dale Krentz und Dieter Willmann die namhaftesten Abgänge. Mit Paul Stanton, dem zweifachen Stanley-Cup-Sieger, und Stéphane Richer holten Marcus Kuhl und Lance Nethery zwei Verteidiger, die das Mannheimer Eishockey schon lange nicht mehr gesehen hatte. Mit Übersicht, Powerplay-Stärke und Offensivkraft spielten sich die zwei Defender schnell in die Herzen der Fans und sollten länger als nur eine Saison in Mannheim bleiben. Wie vor der Saison erwartet verlief die Saison sehr schwer. Der erneute Sturm an die Spitze der DEL blieb aus.

Doch im oberen Tabellendrittel hielten sich die Adler über die gesamte Saison hinweg, am Ende der Vorrunde rangierten sie auf dem alles in allem zufriedenstellenden fünften Platz der DEL-Tabelle und hatten es in der ersten Runde mit den Nürnberg Ice Tigers zu tun. Die Nürnberger hatten zu dieser Zeit eine durchschnittliche Mannschaft mit einem überragenden Torhüter Roman Turek, an dem auch die Adler schier verzweifelten. Gleich das erste Heimspiel ging trotz spielerischer Überlegenheit nach Verlängerung verloren. Von den beiden Auswärtsspielen in Nürnberg mussten die Adler unbedingt eines gewinnen, um nicht frühzeitig auszuscheiden. Mit einem 2:1-Sieg und einer 0:2-Niederlage kehrten die Adler aus der Frankenmetropole zurück und konnten in den ausbleibenden zwei Heimspielen mit zwei Siegen ins Viertelfinale einziehen. Das vierte Spiel wurde mit 3:0 gewonnen, das fünfte hatte es dann allerdings in sich. Drückend überlegen spielten die Adler über sechzig Minuten, doch Turek machte Chance um Chance zunichte und das Spiel musste beim Stand von 1:1 in die Verlängerung gehen. Nach weiteren 10 Minuten war es dann Pavel Gross, der den Adler-Anhang erlöste. Irgendwie stocherte der Adler-Mittelstürmer den Puck ins Gehäuse seines Landsmannes und die Adler zogen ins Viertelfinale ein. Die Spiele gegen die Cannibals waren allesamt eng und umkämpft, doch nach drei Spielen gegen die routinierten Niederbayern war die Saison nach dem Viertelfinale beendet. Mit 2:3, 1:4 und 2:3 n.V. zogen die Adler den Kürzeren. Nach dem frühen Aus konnten sich die Macher der Adler bereits früh auf die neue Spielzeit konzentrieren. Nach dem Bosman-Urteil war dies sehr wertvolle Zeit, die von Lance Nethery und Marcus Kuhl genutzt wurde, was am Kader der darauffolgenden Saison abzulesen war.


Statistik

Torhüter

Name Min Sp. T A P PIM Sh. GGT FQ GT/Sp SO
J.Appel 3341 56 0 3 3 30 1533 163 2,93 89,4% 4
M.Flemming 214 5 0 0 0 2 90 15 4,21 83,3% 0


Feldspieler

Pos Nr. Name Sp. T A P PIM +/-
V 3 Harold Kreis 56 4 12 16 36 12
V 5 Paul Stanton 55 14 29 43 96 20
V 7 Christian Lukes 54 6 13 19 42 16
V 11 Steffen Michel 45 1 3 4 22 -5
V 25 Stephane Richer 58 12 34 46 74 13
V 26 Jörg Hanft 56 2 12 14 58 -2
V 36 Erich Goldmann 55 0 3 3 44 0
S 9 Mario Gehrig 58 11 14 25 40 -1
S 10 Pavel Gross 57 33 45 78 93 27
S 12 Daniel Körber 29 3 4 7 12 2
S 14 Rob Cimetta 51 22 42 64 101 18
S 17 Jochen Hecht 52 15 18 33 74 -2
S 20 Till Feser 48 8 13 21 60 -5
S 24 Alexander Serikow 23 4 13 17 22 -2
S 27 Patrick Pysz 58 14 26 40 76 29
S 32 Bruce Hardy 22 6 9 15 18 -6
S 44 Damian Adamus 58 16 32 48 24 31
S 67 David Musial 56 6 17 23 67 9
S 77 Michael Hreus 53 17 14 31 48 -2
S 91 Chris Straube 56 8 14 22 49 8
S 93 Sven Valenti 28 3 1 4 4 -5
S 96 Stéphane Thivierge 29 6 7 13 10 -1

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