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Ein bitteres Jahr

In den sechziger Jahren versäumten es die Verantwortlichen des MERC Substanz aufzubauen, um auch magere Jahre überstehen zu können. In desolater Verfassung präsentierte sich die Mannheimer Mannschaft über die gesamte Saison hinweg. In 36 Spielen konnten die MERC-Cracks lediglich drei Siege verbuchen. Zu Beginn der Saison ein 7:4 gegen Kaufbeuren und gegen Ende der Spielzeit ein 9:3 gegen Augsburg und ein 8:6 gegen Bad Nauheim am vorletzten Spieltag waren die einzigen Erfolgserlebnisse in einer Saison, die zwischen dem 18. Oktober 1970 und dem 2. Februar 1971 25 Niederlagen in Serie brachte. Am Ende der Saison wollten lediglich noch 300 Zuschauer die Spiele des MERC sehen, davon waren die Hälfte noch Fans des Gegners. Die Spieler erschienen nicht mehr zum Training, so dass die bemitleidenswerten Trainer Ulrich Finger und Bruno Guttowski nicht mehr wussten wen sie aufstellen sollten. Improvisation war an allen Enden gefragt. Eine Erleichterung für alle, als es am 26. Februar endlich vorbei war, der Abstieg amtlich war.

Wie es nun weitergehen sollte, wusste niemand so recht. Die Mannschaft war abgewirtschaftet, die finanzielle Situation nicht besser einzustufen. Die Jahre der Ungewissheit begannen fortan, jede Saison stellte sich die bange Frage, ob es weitergeht. Die finanzielle Situation sollte sich nicht so schnell bessern. Dennoch, die Jahre 1971 und 1978 in der zweiten Liga sollten, betrachtet man das Engagement der Spieler und der Fans, nicht die schlechtesten des Vereins werden.

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