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Der mühsame Weg nach oben

Die finanziellen Engpässe während der ersten Zweitligasaison ließen den Gedanken an einen direkten Wiederaufstieg in weite Ferne rücken. Viele Spieler wanderten im Laufe der Saison ab. Gestartet mit zwanzig Spielern, blieben nach ein paar Wochen im Schnitt lediglich zwischen 11 und 13 Spieler übrig. Der Höhepunkt der ersten Zweitliga-Saison war sicherlich der 2:1-Auswärtssieg in Regensburg. Mit nur neun einsatzfähigen Spielern gewann der MERC diese Partie. Der Berliner SC und der EV Rosenheim stiegen in die Bundesliga auf, dem MERC blieb ein vierter Platz. Änderungen in der Ligaaufteilung bestimmten die Zielsetzungen vor der Spielzeit 72/73. Die Bundesliga sollte in der Folgesaison auf 11 Mannschaften aufgestockt werden und von einer Zweiten Bundesliga mit 10 Vereinen unterbaut sein. Für diese neugeschaffene Zweite Bundesliga wollten sich die Mannheimer mit Ihrem neuen Trainer Eugen Seidl qualifizieren. Bekannte Namen tauchten in dem Kader 72/73 auf. James Münch und Jörg Etz sollten in späteren Jahren noch von sich hören lassen. Mit dem Aufstieg wurde es wieder nichts. Nur knapp lagen die MERCler hinter Köln und Deilinghofen, die gemeinsam den Weg in die Bundesliga antraten. Der MERC startete im Jahr darauf in der neuen Zweiten Bundesliga, hatte mit dem Aufstieg allerdings nichts zu tun. Sieben Punkte Rückstand auf die starken Kaufbeurer lagen am Ende zwischen den Bayern und Mannheim.

Auch in der Saison 1974/75 standen die Vorzeichen schlecht, denn dieses Jahr hatten sich die Rosenheimer viel vorgenommen. Gerhard Kießling hatte eine schlagkräftige Mannschaft zusammengestellt und wollte mit aller Macht in die Bundesliga, was denn auch gelang. Der MERC konnte nur im heimischen Friedrichspark überzeugen. Ohne Niederlage beendeten die Schützlinge von Trainer Eugen Seidl die Runde. Auswärts ging freilich nicht allzu viel zusammen, weshalb der dritte Platz am Ende der Saison doch noch zufrieden stellend war. Mit der Saison 1975/76 begann das letzte Jahr von Coach Eugen Seidl in Mannheim. Die Mannschaft schien stark genug um oben mitzumischen, doch langfristige Verletzungen einiger Leistungsträger warfen das Team aus der Bahn. Auch in der Zweiten Liga waren zwanzig bis zweiundzwanzig Spieler vonnöten, um oben mitzuspielen. Der fünfte Platz am Ende der Saison brachte die Erkenntnis, dass man zwar gut mitspielen kann, aber die wirtschaftliche Situation des Vereins durch die fehlenden Erfolge nicht zu verbessern sei. So übernahm im August 1976 der Kaufmann Helmut Müller die Leitung des Vereins. Mit ihm kam ein Mann nach Mannheim, der als Trainer unvergessen bleiben sollte: Heinz Weisenbach übernahm im Sommer 1976 den MERC in der 2. Liga und baute eine schlagkräftige Mannschaft zusammen, die in den folgenden Jahren dem Mannheimer Anhang sehr viel Freude bereiten sollte. Ende Oktober 1976 notierte man in Mannheim erstmals nach langen Jahren die Tabellenführung in der 2. Liga und es keimten die ersten Gedanken an eine Aufstiegschance. Doch noch war die Mannschaft nicht gefestigt genug, um tatsächlich den ganz großen Wurf zu landen. Der vierte Platz stand am Ende der Saison zu Buche.

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