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Die Hauptrunde im Rückspiegel

28. Februar 2017

52 Hauptrundenspiele sind absolviert und die Adler als Tabellenzweiter souverän für die Playoffs qualifiziert. Bevor es in die heiße Saisonphase geht, wollen wir aber nochmal einen Blick zurückwerfen. Auf die Hauptrunde, eine unglaubliche Serie und das Tor des Jahres.

25 Tore bejubelte Chad Kolarik mit seinem Mitspielern.

Seit Januar bewiesen die Adler sagenhafte Comeback-Qualitäten im wöchentlichen Rhythmus. Gegen Wolfsburg, Ingolstadt und Iserlohn lag die Mannschaft jeweils mit 1:3 zurück, am Ende stand immer ein 4:3-Sieg auf der Anzeigetafel. Noch beeindruckender war der Kampfgeist beim Gastspiel in Bremerhaven, als trotz zwischenzeitlichem 0:3-, 2:4- und 4:6-Rückstand noch ein 7:6-Sieg in der Overtime eingefahren wurde. „Adler geben niemals auf“, diesen Fangesang füllten die Adler in der Hauptrunde mit Leben.

Bereits Ende Januar reichte Daniel Sparre seine Bewerbung für das Tor des Jahres ein. Gegen Ingolstadt erzielte Mannheims Nummer 40 einen Treffer, der im Duden unter „Traumtor“ zu finden ist. Auf Höhe der Torlinie lag die Scheibe hinter ihm, mit seinem Schläger zwischen den Beinen netzte er aus schier unmöglichem Winkel ein. Damit bewies der Angreifer einmal mehr: Wenn’s läuft, dann läuft’s.

Denn in Ingolstadt bauten die Adler ihre Siegesserie auf vier Spiele aus. Die sollte noch eine ganze Weile andauern und ausgebaut werden. Auf insgesamt zwölf Spiele, zwischen dem 22. Januar und dem 24. Februar holten die Adler 33 von 36 möglichen Punkten. Noch beeindruckender: Das letzte Spiel, in dem die Mannschaft nicht punktete, war die Niederlage in Nürnberg am 28. Dezember.

Die Tiefe war Trumpf

Die Gründe für diesen Höhenflug sind zahlreich, nicht vergessen wollen wir dabei die verlässlichen Special Teams. Im Powerplay weist die Mannschaft von Cheftrainer Sean Simpson mit 24,1 Prozent den Bestwert aller 14 DEL-Clubs auf, in Unterzahl waren die Adler mit einer Quote von 83 Prozent das fünftbeste Team.

Und das trotz zahlloser Ausfälle. Mit Matthias Plachta (35 Einsätze) und Ryan MacMurchy (21 Einsätze) fehlten zwischenzeitlich zwei wichtige Stützen des Powerplays, deren Schussgewalt der ganzen Liga Angst macht. Ebenfalls zuschauen mussten mit Mathieu Carle (32 Einsätze) der „Quarterback“ an der blauen Linie und Jamie Tardif (24 Einsätze), der vor dem Tor für Gefahr und Verkehr sorgt. Den größten Nackenschlag stellte jedoch die Verletzung von Marcel Goc (38 Einsätze) dar, für den die Saison bereits Mitte Januar vorbei war.

Wie ersetzt man elementare Säulen einer Mannschaft, deren Ausfall nicht Eins-zu-Eins zu kompensieren ist? Klar, über das Kollektiv. Die Tiefe des Kaders war in dieser Saison Trumpf. Sean Simpson und sein Trainerteam machten das Beste aus jeder Situation und haderten nicht mit den Ausfällen, stattdessen stellten sie die Mannschaft immer wieder perfekt auf die nächste Herausforderung ein.

Von lauten und leisen Helden

Vier Spieler stießen während der Saison zu den Adlern, und jede dieser vier Nachverpflichtungen erwies sich als waschechte Verstärkung. Luke Adam erzielte 35 Punkte in 38 Spielen und wurde von den Fans zum Liebling der Saison gewählt. Carlo Colaiacovo wurde als solider Defender angekündigt, war genau das und lieferte mit 24 Punkten in 27 Spielen auch offensiv sehr zuverlässig. Drew MacIntyre überzeugte mit einer Fangquote von fast 92 Prozent und Thomas Larkin verstärkte die physische Komponente der Defensive. Das Quartett erhöhte die Qualität im Kader ohne jeden Zweifel.

Qualität ist auch das Stichwort bei Chad Kolarik. Der Angreifer kam im Sommer aus Kloten und untermauerte seinen Ruf als Top-Torjäger eindrucksvoll auch in Mannheim. Mit 25 Toren ist Kolarik der erfolgreichste Angreifer der Adler. Addiert man dazu seine 16 Assists hinzu, landet man bei 41 Punkten und hat den Topscorer der Adler gefunden. Wie wichtig seine Tore für uns waren, belegen seine acht Game Winner eindrucksvoll.

Doch nicht jeder Spieler ist nur an den nackten Zahlen zu messen. Es gibt auch Leistungen, die in keiner Statistik auftauchen. Spontan denken wir da an Andrew Joudrey, das Paradebeispiel eines “Unsung Hero“. Der Kanadier wirft sich in Unterzahl in jeden Schuss des Gegners, steckt niemals auf und opfert sich und seine Gesundheit für den Teamerfolg. Auch wenn die Adler mit zwei oder drei Toren in Führung liegen, „Jouds“ blockt jede Scheibe, als würde es Unentschieden stehen.

52 Spiele lang haben uns die Jungs also jede Menge Freude bereitet. Und wir sind uns sicher, dass die Entwicklung der Mannschaft noch nicht zu Ende ist. Wir sind gespannt, was die Jungs in der heißen Saisonphase noch leisten werden.



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