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Der WM-Check

05. Mai 2017

Endlich geht sie los, die 2017 IIHF Eishockey-Weltmeisterschaft in Köln und Paris. Im Auftaktspiel trifft die deutsche Nationalmannschaft um Bundestrainer Marco Sturm am heutigen Abend ab 20.15 Uhr (live auf SPORT1) auf das Team USA. Wie stark ist die Nationalmannschaft? Wie sieht es mit Verstärkungen aus der NHL aus? Kann die DEB-Auswahl ein ähnlich erfolgreiches Turnier spielen wie 2010? Wir klären die wichtigsten Fragen vor dem offiziellen Turnierstart.

Wie stark ist die Nationalmannschaft?

Auf dem Papier ist die Nationalmannschaft stärker besetzt als 2010, als ihr – ebenfalls im eigenen Land – der Einzug ins Halbfinale gelang. Mit Thomas Greiss von den New York Islanders steht eine Bank zwischen den Pfosten, an ihm führt derzeit kein Weg vorbei. In der Defensive verfügt Sturm mit Christian Ehrhoff und Dennis Seidenberg über zwei erfahrene Spieler, die zusammen über 1.700 NHL-Spiele vorzuweisen haben. Die beiden Routiniers sind die Leader, die eine Mannschaft in solch einem Turnier braucht. Im Angriff kann der Bundestrainer vier ausgeglichene Reihen aufbieten, die allesamt Tore schießen können. Viele Augen werden natürlich auf NHL-Legionär Tobias Rieder gerichtet sein.

Wie sieht es mit Verstärkungen aus der NHL aus?

Ganz Eishockey-Deutschland hofft natürlich auf eine WM-Teilnahme von Leon Draisaitl. Der gebürtige Kölner und ehemalige Jungadler-Spieler liefert eine überragende Saison ab, steht mit den Edmonton Oilers im Halbfinale der Western Conference und trifft dort auf Korbinian Holzer und die Anaheim Ducks. Im Eastern Conference Halbfinale stehen sich die Washington Capitals mit Philipp Grubauer und die Pittsburgh Penguins mit Tom Kühnhackl gegenüber. Spätestens am 10. Mai endet also für zwei Spieler die NHL-Saison. Ob Draisaitl, Holzer, Grubauer oder Kühnhackl – alle wären eine unglaubliche Bereicherung für das deutsche Team.

Kann die DEB-Auswahl ein ähnlich erfolgreiches Turnier spielen wie 2010?

Ja! Bundestrainer Marco Sturm wird allerdings gewaltig auf die Euphoriebremse treten müssen, damit seine Jungs locker bleiben und nicht verkrampfen. Darüber hinaus hängt vieles davon, wie die DEB-Auswahl ins WM-Turnier startet. Mit den USA, Schweden und Russland warten in den ersten drei Gruppenspielen drei Mammutaufgaben. Sollte das Team nach diesen drei Spielen ohne Punkt dastehen, könnte die Euphorie im Umfeld schnell verpuffen und der Druck steigen. Die Nationalmannschaft wäre in den folgenden Spielen zum Siegen verdammt. Doch sie hat in der jüngsten Vergangenheit bewiesen, dass sie mit den großen Nationen durchaus mithalten kann, wenn sie nicht von ihrer Taktik abweicht und sich auf ihre Stärken besinnt. Ein Sieg oder zumindest ein Punktgewinn im Auftaktspiel gegen das mit zahlreichen NHL-Spielern gespickte Team USA könnte die DEB-Auswahl beflügeln und ihr das nötige Selbstvertrauen für die restlichen Gruppenspiele geben. Letztendlich müssen es Sturm und Co. in der Gruppe A nur unter die ersten vier schaffen.

Wie stehen die Chancen?

Die USA, Schweden und Russland werden die ersten drei Plätze in der Gruppe A voraussichtlich unter sich ausmachen. Dahinter kämpfen Deutschland, Dänemark, Lettland, Italien und die Slowakei um Platz vier, der die Qualifikation fürs Viertelfinale bedeuten würden. Dabei könnte aus Sicht der Deutschen der Heimvorteil eine bedeutende Rolle spiele. Wir erinnern uns an 2010…

Wie sieht der Modus aus?

Bei der 2017 IIHF Eishockey-Weltmeisterschaft gibt es mit 12.15 Uhr, 16.15 Uhr und 20.15 Uhr gleich drei Bullyzeiten. Die ersten vier Mannschaften aus den beiden Achtergruppen qualifizieren sich für das Viertelfinale, das über Kreuz gespielt wird. Deutschland und Frankreich würden ihr Spiel im Falle einer Viertelfinalqualifikation im eigenen Land austragen. Der jeweils Letzte der beiden Gruppen steigt aus der Top-Division ab.

Wo wird gespielt?

Zum 81. Mal kreuzen die Top-Nationen bei einer Weltmeisterschaft ihre Schläger, die Austragungsorte sind Köln und Paris. In der Hauptstand Frankreichs finden die Vorrundenspiele der Gruppe B und zwei Viertelfinalpartien statt. Die Vorrundenspiele der Gruppe A sowie zwei Viertelfinals, die Halbfinals sowie das Finale werden in der Kölner Lanxess Arena ausgetragen.

Welche Adler sind dabei?

Mit neun Spielern aus Mannheim startete die DEB-Auswahl in die Vorbereitung auf das Turnier, den Sprung ins Team schafften am Ende fünf von ihnen: Die Verteidiger Denis Reul und Sinan Akdag sowie die Angreifer Marcus Kink, Matthias Plachta und David Wolf. Mit Thomas Larkin fährt ein weiterer Adler-Spieler zur WM. Als Sohn einer Italienerin ist er für das Heimatland seiner Mutter spielberechtigt und trifft in der Gruppenphase auf seine fünf Mitspieler aus Mannheim.



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