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Endlich wieder Eis unter den Kufen

20. Juni 2017

David Wolf nahm seinen Schläger zwischen die Beine, setzte sich drauf und schickte ein verschmitztes Lächeln Richtung Spielerbank. Dort stand Physiotherapeut Michael Ludwig, der das Treiben auf dem Eis verfolgte. Der Adler-Angreifer, mit 14 Toren und 13 Vorlagen zweitbester Punktesammler der zurückliegenden Hauptrunde, hatte sichtlich Spaß an der ersten freiwilligen Trainingseinheit auf dem Eis.

Sichtlich erleichtert: Marcel Goc stand heute erstmals nach seiner Knieverletzung wieder auf dem Eis.

So wirklich gejuckt habe es in den Fingern allerdings noch nicht, sagte Wolf nach der Übungseinheit mit einem Augenzwinkern. Warum auch, der 27-Jährige stand bis vor rund vier Wochen noch mit der Nationalmannschaft bei der IIHF 2017 Eishockey Weltmeisterschaft in Köln auf dem Eis. „Aber wenn man wieder das Eis betritt, dann macht es richtig Spaß“, schob Wolf hinterher.

Allzu viel Zeit, um nach dem frühen Playoff-Aus gegen die Eisbären und der Heim-WM auf andere Gedanken zu kommen und sich zu erholen, hatte der gebürtige Düsseldorfer nicht. Nach einem zweiwöchigen Kurzurlaub in Thailand war Wolf wieder gefragt. „Wir haben uns vor nicht allzu langer Zeit ein Haus gekauft. Da musste ich viel im Garten arbeiten. Nebenbei habe ich natürlich noch trainiert“, schilderte der Angreifer die Tage zwischen dem Viertelfinalspiel gegen Kanada und der ersten Trainingseinheit.

Licht am Ende des Tunnels

Besonders erfreulich am heutigen Nachmittag war das Mitwirken von Marcel Goc, der nach seiner schweren Knieverletzung Mitte Januar erstmals wieder die Schlittschuhe schnürte und auf dem Eis stand. „Ich muss mich erst mal wieder an das Eis gewöhnen“, verriet der Angreifer mit der Rückennummer 23, „aber ich habe mich auf den heutigen Tag sehr gefreut und ich bin mit meiner 20-minütigen Kurzeinheit sehr zufrieden. Darauf kann man aufbauen.“

Zufrieden sei auch die medizinische Abteilung, so Goc. „Der Heilungsprozess verläuft nach Plan. Alle paar Tage bekomme ich neue Übungen und die Belastung wird gesteigert“, sieht der ehemalige NHL-Spieler endlich wieder Licht am Ende des Tunnels.

In rund sechs Wochen startet die komplette Mannschaft in die Vorbereitung auf die neue Saison. „Die Vorfreude ist natürlich immens. Jeder, der nach dem Aus gegen Berlin in der Kabine saß, wusste, dass wir in der nächsten Saison zurückkommen werden. Wir wollen noch besser sein, wir wollen noch schneller sein und wir wollen als Mannschaft noch besser zusammenarbeiten“, verriet Wolf. Die Sätze des bulligen Angreifers klingen vielversprechend, und es ist schön, dass die Jungs endlich wieder Eis unter ihren Kufen haben.



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