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Vor wenigen Wochen noch nahm Alexander Ackermann als Kapitän der Jungadler den DNL-Meisterpokal entgegen.

Alexander Ackermann: „Es ist einfach nur ein tolles Gefühl“

02. Juni 2012

Viele junge und neue Gesichter fanden sich in den letzten Wochen beim Adler-Sommertraining in Mannheim ein. Unter die etablierten Profis wie Ronny Arendt, Matthias Plachta oder Marc El-Sayed mischten sich viele junge Spieler, die ihre ersten Profi-Verträge bei den Adlern unterschrieben haben. Einer von Ihnen ist Jungadler-Kapitän Alexander Ackermann, der vor wenigen Wochen Deutscher Nachwuchsmeister wurde und nun einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieben hat. Für den 19-jährigen Stürmer, der nun erst einmal Spielpraxis bei den Heilbronner Falken in der zweiten Bundesliga sammeln wird, ging damit ein großer Traum in Erfüllung. Wir haben uns mit dem gebürtigen Mannheimer über seinen ersten Profivertrag, seine Ziele, aber auch über das Sommertraining mit den Profis unterhalten.


Alexander, erst einmal alles Gute nachträglich zum Gewinn der Meisterschaft mit den Jungadlern. Im Finale konntet Ihr Berlin schlagen. Wie war es für Dich?

Das letzte und entscheidende Spiel war wirklich ein gutes Match. Wir hatten ja das erste Spiel in der Finalserie verloren, uns dann aber in der Serie richtig gut gesteigert. Das zweite Duell konnten wir gewinnen und waren danach auch sehr zuversichtlich, dass wir das Ding zu Hause klar machen können. Und ich bin froh, dass das dann auch geklappt hat. Es war natürlich auch klasse, das entscheidende Spiel in der Arena austragen zu können und nicht in der Nebenhalle. Das war eine neue Erfahrung für mich und auch ein bisschen ungewohnt.

Ihr seid wieder einmal als Vorrundensieger in die Playoffs gegangen. Wie fällt Dein Fazit der Saison 2011/2012 aus?

Unser junger Jahrgang war ganz hervorragend. Hinzu kam, dass wir mit vier fast gleich starken Reihen spielen konnten. Das war ein großer Vorteil und hat sich am Ende ausgezahlt. Wir haben einen guten Start in die Saison erwischt, haben dann aber auch hier und da immer Mal wieder ein Tief gehabt, aus dem wir aber schnell herausgekommen sind. So sind wir als Tabellenführer in die Playoffs und konnten uns bis ins Finale kämpfen, was ein perfekter Abschluss war.

Nach der Saison gab’s für Dich einen weiteren Grund zur Freude: Du hast einen Zwei-Jahres-Vertrag bei den Adlern unterschrieben. Für Dich als gebürtigen Mannheimer muss das doch ein Traum sein.

Auf jeden Fall! Als Mannheimer, der schon lange hier beim MERC spielt, ist das natürlich eine tolle Sache. Ich habe mir immer kleine Ziele gesetzt. Egal, ob bei den Schülern oder bei den Jungadlern. Dass das nun geklappt hat, ist echt super und hat mich wirklich sehr gefreut.

Wie war denn Deine erste Reaktion, als Du vom Vertragsangebot gehört hast?

Ich habe immer darauf gehofft und viel dafür investiert. Trotzdem war ich nach der Nachricht überrascht, glücklich und sprachlos zugleich. Ich bin froh, dass sich die jahrelange Arbeit gelohnt hat und ich nun den Profivertrag unterschreiben konnte. Ich habe viel geopfert für den Sport und jetzt ist das einfach nur ein tolles Gefühl.

Du wirst jetzt zunächst beim Kooperationspartner Heilbronner Falken in der zweiten Liga Spielpraxis sammeln. Was erwartest Du von der zweiten Liga?

Für mich ist das ja kein Neuland. Ich war schon mal kurz bei den Falken und habe dort auch mittrainiert. Trotzdem werde ich sicherlich etwas Zeit brauchen, um mich an das Niveau zu gewöhnen. Das war bisher bei jeder Stufe in meiner Karriere so, egal ob bei den Schülern oder beim Sprung zu den Jungadlern. Man braucht einfach seine Zeit.

Wir haben gehört, dass Du Dir immer kleine Ziele setzt. Welche sind das denn in Heilbronn?

Ich möchte natürlich so viel spielen wie möglich. Ich habe noch keinen Überblick über die Reihenzusammensetzung, aber ich möchte mich natürlich aktiv einbringen und dem Team helfen. Insgesamt wollen wir etwas reißen. Letztes Jahr waren die Falken sehr stark in der Hauptrunde und sind dann gleich im Viertelfinale ausgeschieden. Das soll diesmal nicht der Fall sein und ich bin zuversichtlich, dass wir eine gute Saison spielen.

Einige aktuelle Adler, wie Marc El-Sayed oder Matthias Plachta, haben den Sprung über Heilbronn zum festen Stammplatz in Mannheim geschafft. Das dürfte doch auch Dein Ziel sein, oder?

Na klar. Für mich stand immer fest, dass der direkte Weg von den Jungadlern zur Profimannschaft eher unwahrscheinlich sein würde. Man muss sich immer Stück für Stück hocharbeiten und dafür sind die Falken der optimale Platz für mich. Hier kann ich mich weiterentwickeln und dann vielleicht irgendwann den Sprung zu den Adlern schaffen. Die genannten Beispiele haben ja gezeigt, dass das klappen kann.

Nun hat für Dich das Sommertraining bei den Profis begonnen. Wie kann man die Stimmung in der Gruppe beschreiben?

Die Stimmung ist gut. Ich kenne ja schon viele Jungs, weil sie entweder mit mir bei den Jungadlern gespielt haben oder weil ich mit Spielern wie Ronny Arendt schon vorher Kontakt hatte. Andere kenne ich vom Sehen. Zusammen macht das Training sehr viel Spaß, wir sind alle top motiviert und hängen uns rein.

Im letzten Jahr hast Du noch mit den Jungadlern im Sommertraining gearbeitet und nun bist Du bei den Profis. Wie groß ist der Unterschied?

Es ist schon anders. Wir sind bei den Jungadlern viel mehr von den Trainern zur Fitness gepusht worden. Nun ist im Prinzip jeder für sich verantwortlich. Jeder weiß nun, dass man als Profi auf sich achten muss und sich nur durch den eigenen Willen weiterentwickeln kann. Ich bin froh, dass ich jetzt erst einmal in der Gruppe mittrainieren kann. Das macht den Umstieg etwas leichter.

Felix Brückmann hat uns im letzten Interview verraten, dass die erste Woche meist durch starken Muskelkater geprägt ist. Wie war‘s bei Dir?

Ich hatte den Vorteil, dass ich schon in den letzten Wochen bei den Jungadlern mittrainiert habe, da die Saison der Adler doch sehr lange ging, im Vergleich zu unserer bei den Jungadlern. Aber es ist schon richtig, wenn er die erste Woche als hart bezeichnet. Da schmerzt das Training doch sehr. Aber danach wird‘s immer besser.

Wie geht es für Dich in den nächsten Wochen weiter?

Ich bleibe jetzt erst einmal im Sommertraining bei den Adlern und werde in nächster Zeit dann mit den Trainern in Heilbronn sprechen und mich aufs erste Eistraining im August vorbereiten. Ich lasse das auf mich zukommen und freue mich auf diese Chance.



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