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Adler lassen im Sommertraining die Fäuste fliegen
Das Sommertraining der Adler hat inzwischen die letzte Phase erreicht und geht auf die Zielgerade. Doch das ist kein Grund, Routine oder gar Langeweile aufkommen zu lassen. So hatte sich Athletiktrainer Daniel Müssig für den Montag etwas Besonderes einfallen lassen und ein abwechslungsreiches und forderndes Boxtraining für seine Schützlinge organisiert.
Am Montagnachmittag trafen sich Spieler und Trainer im Heidelberger Boxgymnasium, um dort ungewohnten Trainingstermin wahrzunehmen. Zwischen Boxring und Sandsäcken bekamen die rund 15 Adlercracks eine kurze Einweisung, ehe es los ging. Trainer Daniel Müssig, der selbst langjährige Kampfsporterfahrung mitbringt, erklärt warum Boxen als Sommertrainingsübung nicht zufällig gewählt wurde: Beim Boxen sind sehr komplexe und vielfältige Bewegungsabläufe gefragt, ebenso wie beim Eishockey. Ebenso liegt der Schwerpunkt bei beiden Sportarten auf Koordination, Kraft und Ausdauer. Doch trotz aller Parallelen werden ganz andere Muskelpartien beansprucht, was sowohl mental als auch physisch eine gute Abwechslung zu unserem täglichen Training darstellt.“
Und eben diese drei Trainingsinhalte waren auch an diesem Nachmittag gefordert. Nach einem schweißtreibenden Warm-up werden zum ersten Mal die Boxhandschuhe angezogen und Bratzen-Training ausprobiert. Aber auch ohne Boxhandschuhe geht es zur Sache. Im Nahkampf müssen die Jungs ihre Ringerqualitäten und ihr Durchsetzungsvermögen beweisen. Überall auf den Matten finden sich innerhalb kürzester Zeit Spieler-Pärchen, die sich auf dem Boden kugeln. Es wird zwar verbissen gekämpft, aber auch sehr viel gelacht.
Wie schon den gesamten Sommer zeigen sich alle Spieler hochmotiviert und sind mit Spaß bei der Sache. Doch man konnte auch schnell erkennen, wie anstrengend und kräfteraubend die rund 90-minütige Trainingseinheit tatsächlich ist.
Trotz körperlicher Erschöpfung zeigen sich die Spieler nach dem Boxen durchweg begeistert: Ich fand’s richtig gut. Das war eine tolle Abwechslung zum normalen Sommertraining. Man konnte sich hier richtig auspowern, das hat Spaß gemacht“, fasst Steven Bär zusammen. Ähnlich sieht das auch Stürmer Marc El-Sayed: Es war zwar sehr anstrengend, weil man die Bewegungen nicht gewohnt ist, aber es hat auch viel Spaß gemacht.“ Und Matthias Plachta ergänzt: Das war wirklich mal eine ganz andere Art von Fitness- und Krafttraining. Ich würde das gerne jede Woche machen.“
Neben den Spielern ist aber auch Daniel Müssig mit dem Trainingsablauf zufrieden. Die Jungs haben wirklich toll mitgemacht und wir haben alle viel Spaß gehabt“, zieht er am Ende des Tages ein positives Fazit und ergänzt: Auffällig war, dass sich einige Spieler, die das schon letztes Jahr mitgemacht haben, in den Bewegungsabläufen deutlich verbessert haben. Deshalb bin ich mir sicher, dass wir Boxen im nächsten Jahr als feste Größe im Sommertrainingsplanwiedersehen werden.“
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