DEB-Auswahl will aus den Fehlern lernen

12. April 2017

Nach den beiden Niederlagen zum Auftakt der WM-Vorbereitung in Lillehammer gegen Gastgeber Norwegen bereitet sich die deutsche Nationalmannschaft in diesen Tagen in Mannheim auf die kommenden Aufgaben vor. Am Freitag (14. April, 19.15 Uhr) und Samstag (15. April, 17.30 Uhr) trifft das Team von Bundestrainer Marco Sturm in Zhlobin und Bobruisk jeweils auf Weißrussland.

Geht derzeit für die Nationalmannschaft auf Torejagd: Matthias Plachta.

„Wir haben in den ersten beiden Spielen Fehler gemacht. Aus diesen Fehlern müssen wir nun lernen“, diktierte Marcus Kink den Journalisten am Mittwochvormittag in ihre Notizblöcke. Beim 1:5 und 2:5 gegen Norwegen zeigte die Nationalmannschaft zwar immer wieder gute Ansätze, ließ aber zahlreiche Chancen ungenutzt liegen und wurde für ihre Unkonzentriertheit in der eigenen Zone gnadenlos bestraft. „In Norwegen haben wir nicht unser bestes Spiel gespielt. Gegen die Weißrussen müssen wir uns in vielen Bereich verbessern“, lautete die klare Ansage von Matthias Plachta, der am vergangenen Samstag gemeinsam mit Brent Raedeke und David Wolf eine Angriffsformation bildete. Dass der Mannheimer Sturm im zweiten Duell mit Norwegen durchaus zu überzeugen wusste und für beide Tore verantwortlich war, wollte der 25-Jährige nicht auf die Goldwaage legen: „Mit Brent spiele ich schon länger zusammen, jetzt ist Wolfi noch dabei. Es ist schön, dass es lief, aber schade, dass wir verloren haben.“

Wie die restlichen Spieler des 26 starken Kaders träumt auch Plachta davon, im Auftaktspiel der IIHF 2017 Eishockey-Weltmeisterschaft am 05. Mai gegen die USA in der Kölner Lanxess Arena das schwarz-rot-goldene Trikot überstreifen zu können. Auf die Frage, wie er seine WM-Chance sehe, antworte Plachta mit einem Schmunzeln: „Da fragt ihr den falschen. Aber wenn ich Trainer wäre, würde ich mich mitnehmen.“

Vorfreude ist riesig

Bis zum Auftaktspiel gegen die US-Amerikaner sind es zwar noch rund drei Wochen, doch die Vorfreude stand Bundestrainer Marco Sturm beim Pressegespräch am heutigen Mittwoch deutlich ins Gesicht geschrieben. „Ganz Deutschland wird hinter uns stehen. Wir haben eine starke Gruppe und spielen gegen starke Nationen. Alle freuen sich auf dieses Turnier und wir brauchen die Begeisterung von den Rängen.“

Bei all der Vorfreude und Euphorie hat Sturm allerdings das große Ganze im Blick. „Auch wenn die Ergebnisse in der aktuellen Situation eher zweitrangig sind, in den nächsten Spielen sollte eine Tendenz erkennbar sein“, fordert der Bundestrainer, der in den kommenden Wochen immer wieder Spieler aussortieren muss, von seinen Akteuren. „Spieler nach Hause zu schicken ist das Schlimmste für mich. Aber ich kann es nicht ändern. Das gehört zu meinem Job dazu.“

Mit fünf neuen Spielern gegen Weißrussland

Für Mirko Höfflin, Thomas Holzmann, Jakob Mayenschein, Marco Nowak und Maximilian Kammerer ist der Traum von der WM-Teilnahme im eigenen Land bereits zerplatzt. „Die Entscheidung ist mir sehr schwer gefallen, zumal alle Spieler in der vergangenen Woche hervorragend gearbeitet haben“, sagte Sturm, der in dieser Woche mit Patrick Reimer, Yasin Ehliz, Frank Hördler, Marcel Noebels und Felix Schütz gleich fünf neue Spieler für die Testspiele gegen Weißrussland ins DEB-Team berief.

In der kommenden Woche steigen die ersten beiden Vorbereitungsspiele auf deutschem Boden, in Nürnberg (Samstag, 22. April 2017, 16.00 Uhr) und Mannheim (Sonntag, 23. April 2017, 16.45 Uhr) testet die Nationalmannschaft gegen Tschechien. Tickets für die Partie in der SAP Arena gibt es im Ticketshop der Arena, im Adler City Store, unter der Hotline 0621 - 18 190 333, im Internet unter www.saparena.de und www.deb-online.de/tickets sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen.



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