Diese Trikots brachten uns letzte Saison Glück und den Meistertitel. Gelingt das auch mit den neuen Jerseys?

Das Outfit für die Mission Titelverteidigung

04. August 2015

Ein neuer Headcoach ist mit Greg Ireland gefunden, die Neuzugänge sind bekannt, fehlt nur noch eine Kleinigkeit für die neue Saison: die Trikots. In welchem Outfit werden die Adler Mannheim aufs Eis gehen? Das sehen die Fans am Donnerstag.


Um 11:00 Uhr wird auf der Seebühne im Luisenpark das Geheimnis gelüftet, in welchen Trikots die Adler die Mission Titelverteidigung in Angriff nehmen. Wie jedes Jahr natürlich in dreifacher Ausfertigung: Heim, Auswärts und Alternate. Zur Präsentation sind alle Fans sehr herzlich eingeladen.

Der Eintritt ist frei – wenn man sich als Adler-Fan outet. Wer Farbe bekennt und mit Fanutensilien, egal ob Trikot, Mütze oder Schal an einen der Eingänge des Luisenparks geht, der wird einfach durchgewunken.

"Schnell und körperbetont", so soll das Spiel der Adler unter Greg Ireland aussehen.

Greg Ireland: „Das Team steht über allem“

04. August 2015

Es waren aufregende Tage für Greg Ireland. Auf den neuen Headcoach der Adler Mannheim wartete gleich ein strammes Programm, bestehend aus seiner ersten Pressekonferenz, der „The boys are back in town“-Party und dem „Eagles Cup“. Trotzdem nahm sich der 49-jährige Kanadier die Zeit, mit uns über seine Ziele für die kommende Saison, seine Vorstellungen von Eishockey und die Adler-Fans zu sprechen.



Greg, wie waren Deine ersten Tage als Headcoach der Adler Mannheim?

Es ist alles sehr aufregend, aber das ist es immer, wenn man einen neuen Job annimmt oder das Team wechselt. Meinen Umzug nach Mannheim vorzubereiten und mich schnell einzuleben, das hat mich die letzten Wochen schon sehr auf Trab gehalten. Ich habe das Team zum ersten Mal beim Teambuilding in Vermont getroffen, das hat mir den Einstieg schon sehr erleichtert.

Nach vier Jahren als Headcoach der Owen Sound Attack in der Ontario Hockey League (OHL): Was hat Dich zum Wechsel nach Mannheim bewogen?

Meine Zeit im Nachwuchsbereich war super. Ich konnte vielen jungen Spielern den Weg ebnen, ihnen die richtige Einstellung mitgeben und an meinen kommunikativen Fähigkeiten arbeiten. In letzter Zeit hatte ich allerdings das Gefühl, dass ich wieder in den Profi-Bereich gehen möchte. Das Angebot aus Mannheim kam also zur richtigen Zeit. Die Adler genießen in Nordamerika großen Respekt. Ich war vor drei Jahren schon mal zu einem Trainingscamp in Viernheim, darum kannte ich auch die Adler Mannheim. Ich bin seit über 25 Jahren mit Geoff Ward befreundet, Teal Fowler und er haben hier etwas aufgebaut und es ist eine aufregende Möglichkeit für mich.

Neben der OHL standest Du auch in der American Hockey League (AHL) hinter der Bande. Welche Erfahrungen hast Du dort gesammelt?

In der DEL zu arbeiten ist einfach eine ganz andere Dimension für mich als Coach. Das ist ein bisschen wie im Studium. Nach seinem Abschluss kann man noch einen Doktortitel draufsetzen. Je mehr Erfahrung ein Trainer in verschiedenen Ligen mit verschiedenen Spielertypen sammelt, desto besser wird er. Ich habe das Glück, die Erfahrung aus diesen beiden Ligen für mich nutzen zu können. In der AHL habe ich mit Mike Babkock, Ken Holland, Steve Yzerman, Nicklas Lidström, Gordie Howe und Wayne Gretzky zusammen gearbeitet. Ich habe mir von jedem etwas abgeschaut, wie sie sich verhalten und andere Menschen behandeln. Das hat mir geholfen, der zu werden, der ich heute bin.

Was wusstest Du vor den ersten Gesprächen mit den Verantwortlichen der Adler denn über den Club?

Während des Trainingscamps vor drei Jahren habe ich mir auch die SAP Arena, die Kabine und die ganze Infrastruktur angeschaut. Das war alles sehr professionell. Ich habe damals auch schon Teal und Daniel Hopp getroffen. Mir hat die Art gefallen, wie sie den Club führen, und vor allem ihr Umgang mit den Menschen. Als ich mir dann von Geoff noch ein paar Informationen über den Club geholt habe, war ich begeistert.

Als amtierender Meister sind die Adler in der kommenden Saison die Gejagten. Sorgt das für noch mehr Druck?

Für mich ist es eine Herausforderung. Ich mag Herausforderungen, denn sie bringen das Beste in Dir zum Vorschein. Sie machen Dich besser. Aber ich glaube, dass ehrgeizige Menschen sich ohnehin selbst Druck machen. Ich verstehe die Leidenschaft, die Unterstützung und die Forderungen, die mit der Tradition hier in Mannheim einhergehen. Für mich ist es wichtig, mich auf die tägliche Arbeit zu konzentrieren und trotzdem das große Ganze im Auge zu behalten. Ich muss sicherstellen, dass wir jeden Tag hart arbeiten und uns verbessern. Ich war schon immer davon überzeugt, dass man erntet, was man säht.

Du hast für zwei Jahre in Mannheim unterschrieben. Wie sehen Deine Ziele mit den Adlern aus?

Ich glaube fest daran, dass ein guter Trainer ein Team immer besser machen kann. Hier in Mannheim treffe ich auf ein starkes Team. Ich möchte nicht alles verändern, denn die Basis ist schon da und sie ist sehr gut. Darauf möchte ich aufbauen, etwas hinzufügen und sie damit noch besser machen.

Wie können wir uns den Headcoach Greg Ireland vorstellen?

Zuallererst glaube ich an harte Arbeit. Das muss der Coach vorleben. Dein Team arbeitet nicht hart, wenn Du es nicht tust. Ich glaube an Struktur, Disziplin, Einheit, Kameradschaft – das Team steht über allem. Das sind die Säulen in einem starken Club. Ich freue mich darauf, denn ich komme hierher und die Säulen sind schon da. Darauf müssen wir aufbauen.

Welches Hockey soll die Mannschaft aufs Eis bringen?

Schnell und körperbetont, das sind vermutlich die zwei Worte, die wir am häufigsten verwenden. Den Puck in hohem Tempo jagen und Zweikämpfe gewinnen, aber wenn wir die Scheibe haben, dann müssen wir auch die richtigen Entscheidungen treffen und bei jedem Angriff den Abschluss suchen. Ich nenne es „5-5-5“: Fünf Spieler beteiligen sich in jeder Zone. Unser Angriff soll Teil der Verteidigung sein und umgekehrt.

Bis zum Saisonstart sind es noch fünf Wochen, die Euphorie im Umfeld ist aber schon riesig. Die Fans haben bereits für einen neuen Rekord im Dauerkartenverkauf gesorgt. Ist Dir so etwas wichtig?

Auf jeden Fall. Obwohl Owen Sound eine kleine Stadt ist, waren wir fast bei jedem Spiel ausverkauft, sogar unter der Woche. Wir waren ein lauter und einschüchternder Gegner. Viele gegnerische Spieler und Trainer haben mir gesagt, dass sie nicht gerne dort gespielt haben. In Mannheim erwarte ich eine ähnliche Situation. Dass so viele Fans eine Dauerkarte haben, sagt viel über den Club und seine Fanbasis aus.

Was weißt Du über die Fans?

Ich habe gehört, dass sie sehr leidenschaftlich sind. Ich liebe das, denn ich bin auch sehr leidenschaftlich. Die Fans sind der sechste Mann. Wenn sie uns leidenschaftlich und laut unterstützen, ist das ein motivierender Faktor für das Team. Ich habe schon gehört, dass die Mannheimer Fans sehr laut sind. Für sie ist es ihr Team. Sie wollen, dass es erfolgreich ist und ein Teil davon sein indem sie es pushen.

Du bist verheiratet und Vater von zwei Söhnen. Bleibt Deine Familie in Kanada oder kommt sie mit nach Mannheim?

Sie werden vorerst in Kanada bleiben. Mein älterer Sohn ist in seinem zweiten Jahr an der Universität, der Jüngere geht in die zehnte Klasse und spielt auch Eishockey. Sie sind ein bisschen enttäuscht, denn sie würden gerne in Europa leben. Sie werden mich aber definitiv noch in diesem Jahr besuchen. Aber so ist eben das Leben eines Trainers. Du ziehst häufig um, deine Familie opfert viel. Meine Söhne haben die Umzüge immer hingenommen. Diesmal haben meine Frau und ich aber entschieden, dass ihre Aktivitäten wie Schule oder Eishockey auch wichtig sind und das wollen wir respektieren.

Beim Teambuilding in Vermont hast Du die Mannschaft zum ersten Mal getroffen. Welchen Eindruck hattest Du von ihr?

Ich war schwer beeindruckt, wie nah sich die Gruppe steht. Auch die Neuzugänge wurden sehr schnell aufgenommen und haben sich wohlgefühlt. Am letzten Abend saßen wir am Lagerfeuer und hatten eine Gitarre dabei. Selbst die neuen Jungs haben sie sich geschnappt und ein bisschen was gespielt. So ein Zusammenhalt entsteht normalerweise erst mitten in der Saison. Dieses Gemeinschaftsgefühl kam aus der Mannschaft. Es ist eine wirklich tolle Gruppe.

Wer war denn am Lagerfeuer der beste Gitarrist?

Ich war es bestimmt nicht (lacht). Ryan MacMurchy und Brent Raedeke waren richtig gut. Wir hatten aber einige gute Gitarristen und Sänger. Es hat Spaß gemacht, ihnen zuzuhören.

Aktuell suchen die Adler noch einen Assistenztrainer. Was muss Dein zukünftiger Co denn mitbringen?

Die höchste Priorität hat, dass er hier menschlich reinpasst. Er muss aber auch die gleiche Arbeitseinstellung und Disziplin haben wie Craig Woodcroft und ich. Er muss in der Lage sein, sich den Respekt der Spieler zu verdienen und den Spielern Respekt entgegen bringen. Wir suchen aber auch nach Jemandem, der neue und frische Ideen in die Kabine bringt.

von links: Lennart Palausch, Dorian Saeftel, Florian Proske, Kevin Maginot.

Adler binden Nachwuchstalente an den Club

03. August 2015

Mit Torhüter Florian Proske, Verteidiger Kevin Maginot und Stürmer Lennart Palausch haben die Adler Mannheim drei Nachwuchstalente an den Club gebunden. Proske wird mit einem Zweijahresvertrag ausgestattet, Maginot und Palausch erhalten jeweils einen Einjahresvertrag. Alle drei Akteure werden in der neuen Saison 2015/16 für den Kooperationspartner Kassel Huskies auflaufen und in der DEL2 Spielpraxis sammeln.


In der letzten Saison stand Florian Proske in Diensten der Heilbronner Falken und bestritt insgesamt 34 DEL2-Partien für den ehemaligen Kooperationspartner der Adler, in denen er mehrfach seine Klasse unter Beweis stellte. Der 19-Jährige erlernte das Torhüterspiel beim ES Weißwasser und schloss sich 2011 dem DNL-Team der Jungadler an.

Kevin Maginot ist ein waschechter Mannheimer und durchlief alle Nachwuchsabteilungen der Adler. Nach einem kurzen Intermezzo in Bad Nauheim kehrte der 21-jährige Verteidiger zu seinem Heimatclub zurück und gewann mit den Jungadlern zweimal die DNL-Meisterschaft. Maginot, der in der zurückliegenden Spielzeit ebenfalls das Trikot der Falken trug, wurde in Heilbronn vom Stürmer zum Verteidiger umgeschult und überzeugte mit unermüdlichem Einsatz. In 63 DEL2-Spielen gelangen dem 1,90 Meter großen und 92 Kilogramm schweren Defender fünf Tore und elf Vorlagen.

Auch der 20-jährige Lennart Palausch wusste im Dress der Heilbronner Falken mit Kampf und Leidenschaft zu überzeugen. In der letzten Saison absolvierte der in Bremerhaven geborene Angreifer 62 Partien für den DEL2-Ligist und verbuchte sechs Tore sowie acht Vorlagen.

30. Jul. '15 Adler belohnen 7.000sten Dauerkarteninhaber 29. Jul. '15 Fünf Fragen an Ronny Arendt
28. Jul. '15 Meister-DVD „Egal wie’s steht – Der Weg zur Meisterschaft“ ab 30. Juli erhältlich 27. Jul. '15 Kartenvorverkauf startet am 31. Juli 2015
23. Jul. '15 Die Eishockey-Königsklasse ab 20. August live auf SPORT1 22. Jul. '15 The boys are back in town – Am 31. Juli an der SAP Arena
20. Jul. '15 Adler Mannheim verpflichten Greg Ireland als neuen Cheftrainer 17. Jul. '15 Rekord! Über 7.000 Dauerkarten verkauft
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