Marcel Goc: „Wir haben bei der WM gezeigt, was in uns steckt“

23. August 2016

Mit einem zunächst 25 Mann starken Aufgebot bereitet sich die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft aktuell in Mannheim auf das Olympia-Qualifikationsturnier in Riga/Lettland (1. – 4. September 2016) vor. Der Fokus ist dabei eindeutig auf das gemeinsame Ziel gerichtet: Die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen 2018. Nur der Turniersieger wird in die südkoreanische Stadt Pyeongchang reisen.

Marcel Goc, der am Sonntag sein 100. Länderspiel bestreitet, bleibt Kapitän der Nationalmannschaft. (Quelle: City-Press)

Bundestrainer Marco Sturm kann in Mannheim sowie den beiden Vorbereitungsspielen am kommenden Wochenende im weißrussischen Minsk gegen Frankreich (Samstag, 27.8., 16 Uhr) und Weißrussland (Sonntag, 28.8., 16 Uhr) auf ein nominell stark besetztes Aufgebot bauen. Spätestens vor der Abreise nach Lettland wird Sturm seinen Kader auf 23 Spieler (20 Spieler plus drei Torhüter) reduzieren.

Neben Stanley Cup-Sieger Tom Kühnhackl von den Pittsburgh Penguins stehen mit Dennis Seidenberg (zuletzt Boston Bruins), Christian Ehrhoff (zuletzt Chicago Blackhawks), Korbinian Holzer (Anaheim Ducks), Philipp Grubauer (Washington Capitals), Tobias Rieder (zuletzt Arizona Coyotes) sowie Youngster Leon Draisaitl (Edmonton Oilers) sechs weitere NHL-Stars im Kader. Der Bundestrainer muss in der Verteidigung kurzfristig auf den 1,93m-großen Denis Reul verzichten, der aufgrund einer Armverletzung bis zu zwei Wochen ausfällt.

Drei schwere Aufgaben vor der Brust

„Über vermeintliche Favoritenrollen machen wir uns keine Gedanken. Uns stehen drei harte Begegnungen bevor. Wir müssen in Lettland gleich von Anfang an und in jedem Spiel unser allerbestes Eishockey zeigen“, sagt Sturm vor den Partien gegen Japan (01.09. / 14.30 Uhr), Österreich (02.09. / 14.30 Uhr) und Lettland (04.09. / 17 Uhr – alle Spiele LIVE bei SPORT1). „Hier in Mannheim arbeiten wir nun an den Feinheiten, die wir schon bei den Vorbereitungsspielen aufs Eis bringen wollen.“

Auch Rückkehrer Dennis Seidenberg, der zuletzt bei den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver für Deutschland verteidigte und mit den Boston Bruins im Jahr 2011 den Stanley Cup in der NHL gewann, bestätigt die Worte seines Bundestrainers: „Solche Turnierspiele sind wie Playoffs. Es geht darum, die Kleinigkeiten richtig zu machen und alles zu geben. Als Spieler freut man sich auf genau solche Herausforderungen. “

Goc vor 100. Länderspiel

Nationalmannschafts-Kapitän Marcel Goc, der am kommenden Sonntag gegen Weißrussland sein 100. Länderspiel für die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes e.V. absolvieren wird, sieht das Team auf einem guten Weg: „Wir haben zuletzt bei der Weltmeisterschaft in Russland zeigen können, was in uns steckt. Auch bei der ersten Vorbereitungsphase vor wenigen Wochen in Füssen war deutlich zu spüren, dass die Jungs alles dafür tun werden, um bei den Olympischen Spielen dabei sein zu können.“

DEB-Präsident Franz Reindl formuliert die Ansprüche so: „Unser Ziel ist ganz klar der Gewinn der finalen Qualifikation zur Olympia-Teilnahme 2018. Marco Sturm geht mit einem äußerst akribisch und professionell vorbereiteten, sehr starken und absolut motivierten Team an diese große Aufgabe heran.“

Adler rund zwei Wochen ohne Denis Reul

23. August 2016

Die Adler Mannheim müssen rund zwei Wochen auf Denis Reul verzichten. Der Verteidiger setzt aufgrund einer Armverletzung aus und kann dadurch auch nicht an der Olympia-Qualifikation mit der deutschen Nationalmannschaft teilnehmen.

Ob Reul rechtzeitig für das Rückspiel der CHL-Gruppenphase gegen Lugano am 7. September fit wird, hängt vom Heilungsverlauf ab.

Der nächste Gegner der Adler: Tappara Tampere

21. August 2016

Mit Tappara Tampere treffen die Adler im zweiten Gruppenspiel der Champions Hockey League auf keinen Geringeren als den amtierenden finnischen Meister. Nach drei Finalniederlagen in Serie gelang der Mannschaft in der vergangenen Saison endlich der langersehnte Erfolg, der 16. Titelgewinn der Clubgeschichte.

Dass man den Topscorer der finnischen Liga ebenso wie Torhüter Tomi Karhunen im Sommer in die KHL ziehen lassen musste, kam ebenso wenig überraschend wie der Abgang des 18 Jahre alten Supertalents und Playoff-Toptorschützen Patrik Laine, der im NHL-Draft im Juni an zweiter Stelle gezogen wurde und nun sein Glück bei den Winnipeg Jets versucht.

Doch die offenen Positionen im Sturm wurden ebenso wie die umgekrempelte Verteidigung - vier der sieben Stammverteidiger verließen Tappara - keinesfalls mit Superstars besetzt. Vielmehr bleibt man der eigenen Linie treu und versucht, talentierte Spieler zu entwickeln und damit an die Leistungen der vergangenen Jahre anzuknüpfen.

Das Match in Mannheim ist die erste CHL-Partie der Finnen in dieser Saison. Die ersten beiden Testspiele gewann Tappara jeweils zu Null gegen die Ligakonkurrenten TPS Turku und Ilves Tampere.

Der Trainer: Als Spieler schaffte es Jussi Tapola nicht bis in die erste Liga, doch als Trainer machte sich der heute 42 Jahre alte Finne im Nachwuchsbereich einen Namen, bevor er vor vier Jahren als Assistenztrainer zu Tappara kam. Vor zwei Jahren wurde Tapola dann zum Headcoach befördert und führte das Team in der vergangenen Spielzeit zum Titel.

Augen auf... Teemu Lassila! Der 33-jährige Keeper hatte sich in Finnland und Schweden mit starken Leistungen einen Namen gemacht und kam so 2011 zu seinen ersten Nationalmannschaftseinsätzen bei der WM. Der Weltmeistertitel war Auszeichnung genug und führte zu Angeboten aus der KHL - zweieinhalb Jahre lang spielte Lassila in der russischen Liga für drei verschiedene Teams. Vor zwei Jahren kehrte er zu seinem Stammverein TPS Turku zurück, nun soll er in Tampere der große Rückhalt der Mannschaft werden.

Die letzten Duelle gegen Tampere:
08.09.1985: Mannheimer ERC - Tappara Tampere 7:5 (Freundschaftsspiel)
13.09.1988: Mannheimer ERC - Tappara Tampere 4:5 n.V. (im Rahmen des Mercedes-Benz-Cups in Mannheim)

Adler Mannheim - Tappara Tampere
Sonntag, 21.8.2016, 18:00 Uhr
SAP Arena, Mannheim

Das Spiel wird live im Webradio unter http://www.regenbogen.de/content/html/shared/radioplayer/index.html?s=2&r= sowie im Fernsehen bei Sport1 übertragen. Auch das Adler-Webradio und der Liveticker der Adler-App berichten.

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