Derbytime in Mannheim – Adler empfangen Wild Wings

20. November 2014

Im Baden-Württemberg-Derby treffen die Adler Mannheim am Freitag, den 21.11.14, auf die Schwenninger Wild Wings. Nach der 2:4-Heimniederlage gegen den ERC Ingolstadt und dem Münchner Auswärtssieg am vergangenen Dienstag in Krefeld beträgt der Vorsprung auf Platz zwei nur noch zwei Zähler. Punkte müssen also her, um die Verfolger weiterhin auf Distanz zu halten. Tickets für das brisante Derby sind nur noch in wenigen Kategorien erhältlich. Die Partie beginnt um 19.30 Uhr.


Im Heimspiel gegen die Wild Wings geht es für die Adler in erster Linie darum, die Kräfteverhältnisse wieder gerade zu rücken, denn im ersten Aufeinandertreffen in Schwenningen zogen die Kurpfälzer mit 2:5 den Kürzeren und kassierten nach 14 Jahren die erste Derby-Niederlage. Doch angesichts der prekären Lage im Schwarzwald – die Schwenninger trennten sich unter der Woche nach zuletzt acht Niederlagen in Folge von ihrem Cheftrainer Stefan Mair – dürfte dieses Unterfangen durchaus zu einer Mammutaufgabe werden.

Im ersten Spiel nach der Ära Mair konnten die Wild Wings durch einen 3:2-Auswärtssieg bei den Thomas Sabo Ice Tigers wieder etwas Selbstvertrauen tanken und den Abstand auf Platz zehn verkürzen. „Schwenningen hat in Nürnberg mit sehr viel Leidenschaft gespielt. Die Mannschaft wird jetzt noch stärker sein“, weiß Cheftrainer Geoff Ward, der dem morgigen Kontrahenten großen Respekt entgegenbringt.

Unterdessen muss der 52-jährige Kanadier auf Adler-Stürmer Jamie Tardif verzichten, der sich im Heimspiel gegen Ingolstadt eine Oberkörperverletzung zugezogen hat und der Mannschaft vorübergehend nicht zur Verfügung stehen wird. Dafür können Ward und seine beide Assistenten Jay Leach und Craig Woodcroft wieder auf die Dienste von Frank Mauer zurückgreifen. Der Angreifer mit der Rückennummer 28 hat seine Schulterverletzung vollständig auskuriert. „Ich bin sehr froh, dass ich endlich wieder spielen kann. Ich habe zwar viel und effektiv trainiert und bin daher auf einem guten Fitnesslevel, aber ich werde mit Sicherheit ein bisschen Zeit brauchen, um wieder reinzukommen“, so Mauer.

Für das Heimspiel gegen die Schwenninger Wild Wings sind nur noch wenige Restkarten verfügbar. Alle Fans, die beim Derby in der SAP Arena live dabei sein wollen, sollten sich also sputen. Die Eintrittskarten sind im Ticketshop der Arena, im Adler City Store, unter der Hotline 0621-18190333 oder im Internet unter www.saparena.de erhältlich. Die Abendkassen öffnen am Freitag 90 Minuten vor Spielbeginn.

Unser Medienpartner Radio Regenbogen überträgt die Partie ab 19.30 Uhr live im Webradio.

Niki Goc trifft am Freitag auf seinen Bruder Sascha

Der nächste Gegner der Adler: Schwenninger Wild Wings

20. November 2014

Vom einem Aufwärtstrend bei den Wild Wings schrieben wir vor dem letzten Baden-Württemberg-Derby Mitte Oktober, in dem die Schwarzwälder die Adler dann auch prompt mit einem 5:2-Sieg in die Schranken wiesen. Es war eine von nur vier Niederlagen der Adler in der laufenden Saison und für die tatsächlich gut gestarteten Schwenninger folgte nur fünf Tage später mit einem 3:2 gegen Krefeld der sechste Sieg im elften Saisonspiel - eine Bilanz, die sich sehen lassen konnte.

Doch danach ging es bergab. Es folgten acht Niederlagen in Folge und der Absturz auf Rang zwölf der Tabelle. Damit findet sich das Team um Kapitän Sascha Goc urplötzlich in den Sphären der Tabelle wieder, die man aus der letzten Saison schon kennt und eigentlich in diesem Jahr hinter sich zu lassen hoffte.

Am Montag fiel dann die Entscheidung, sich von Trainer Stefan Mair zu trennen, der seit Sommer 2012 bei den Wild Wings an der Bande stand. Der Südtiroler hatte das Team gleich in seiner ersten Amtszeit ins Finale der 2. Bundesliga geführt und in der letzten Saison schließlich an das Niveau der DEL herangeführt. Offensichtlich traute man dem 47-Jährigen nun aber nicht mehr zu, das Team aus der Misere zu führen und die Leistungen wieder zu stabilisieren.

Trainerwechsel haben zunächst einmal immer den Effekt, dass damit die Mannschaft in Zugzwang kommt - jeder Spieler muss nun natürlich zeigen, dass er die Signale verstanden hat und alles daran setzen wird, der Klubführung und einem neuen Trainer mit Leistungsbereitschaft zu begegnen.

Spiel eins in der Zeit nach Mair zeigte auch gleich erste positive Ergebnisse: am Dienstag holte das Team bei den ansonsten recht heimstarken Ice Tigers in Nürnberg mit einem 3:2-Erfolg den dritten Auswärtssieg der Saison. Für das Match am Freitag in Mannheim ist sicherlich keine zusätzliche Motivation erforderlich.

Auf dem Eis fehlte es zuletzt sowohl hinten als auch vorne. 70 Gegentore sind die zweitschlechteste Bilanz aller DEL-Teams, dafür stockt in der Offensive die Produktion der eigentlich bewährten Kräfte. Während die Bilanz von Neuzugängen wie Kyle Greentree, Jon Matsumoto oder MacGregor Sharp recht ansehnlich ist, stockt der Motor bei Spielern wie Morten Green (ein Tor), Ryan Ramsay (kein Tor) oder auch Neuzugang Ashton Rome (ein Tor). Auch der für den langzeitverletzten Ramsay verpflichtete Nick Palmieri, der im Vorjahr noch 35 Scorerpunkte für München sammelte, konnte in seinen ersten vier Einsätzen noch nichts Zählbares hinterlassen - abgesehen von einer Spieldauerdisziplinarstrafe nach zehn Minuten in seinem ersten Spiel für die Wild Wings. Es gibt also einige Baustellen bei den Schwänen.

Facts:
Nur Straubing (73) hat bisher mehr Gegentore kassiert als Schwenningen (70) ... nur die Keeper aus Augsburg (Mason: 90,0%) und Straubing (Strahlmeier: 89,7%, Bacashihua: 88,9%) haben bisher eine schlechtere Fangquote als Wild Wings-Goalie Dimitri Pätzold (90,4%) ... der letzte Schwenninger Sieg in Mannheim war ein 3:0 am 26.10.2001 ... bei den Adlern spielten damals unter anderem Robert Müller, Dennis Seidenberg, Stefan Ustorf und Stéphane Richer, bei Schwenningen Marcel Goc und Jackson Penney ... für Sascha Goc ist das Match am Freitag die 32. DEL-Partie gegen die Adler seit seinem Wechsel aus Mannheim nach Hannover im Sommer 2005 ... das 5:2 Mitte Oktober war der erste Sieg für ihn gegen die Adler nach zehn Niederlagen in Folge

Adler Mannheim - Schwenninger Wild Wings
Freitag, 21.11.2014, 19:30 Uhr
SAP Arena, Mannheim

Die Partie wird live im Webradio unter http://www.regenbogen.de/content/html/shared/webradio/index.html?id=1 übertragen.

Nachgefragt bei Glen Metropolit

18. November 2014

Glen Metropolit hat in Mannheim voll eingeschlagen. Mit vier Toren und 18 Vorlagen ist der 40-jährige Kanadier derzeit der Top-Scorer der Adler. Doch der ehemalige NHL-Star glänzt in erster Linie nicht durch seine Scoringqualitäten, sondern durch seine technischen Fähigkeiten und seiner außergewöhnlichen Spielübersicht. Wir haben uns mit dem Routinier nach dem Dienstagstraining getroffen und ihn zur aktuellen Situation bei den Adlern befragt.


Glen, die Adler sind mit einem Sieg und einer Niederlage aus der Länderspielpause gekommen. Wie zufrieden bist du mit dem Start ins zweite Saisondrittel?

Ich denke, dass wir in beiden Partien mit unseren Leistungen zufrieden sein können. Gegen Köln hat es zum Sieg gereicht, gegen Ingolstadt leider nicht. Man kann einen Rückstand nicht immer in einen Sieg ummünzen, wobei wir am Sonntag durchaus ein besseres Ergebnis verdient gehabt hätten.

Lass und noch kurz über die beiden Spiele sprechen. Der Auswärtssieg in Köln war völlig verdient. Die Haie hatten zwar einen guten Start in die Partie, aber ab der Mitte des ersten Drittels habt ihr das Spiel in die Hand genommen und kontrolliert. Wie würdest du das Spiel im Nachhinein zusammenfassen?

Wir wussten, dass Köln nach dem enttäuschenden Saisonstart und der Pause mit viel Energie und Schwung aus der Kabine kommen wird, aber wir sind unserer Spielweise treu geblieben, haben das Spiel einfach gehalten und es dann an uns gerissen. Gerade nach der Pause war dieser Sieg sehr wichtig für uns.

Gegen den amtierenden Meister habt ihr Euch sehr schwer getan und die erste Heimniederlage der Saison kassiert. Was waren deiner Meinung nach die ausschlaggebenden Gründe dafür?

Wir haben einige klare Chancen nicht genutzt und uns Fehler geleistet, die Ingolstadt eiskalt bestraft hat. Trotzdem hat die Mannschaft Moral bewiesen und bis zum Schluss gekämpft. An manch anderen Tagen gewinnen wir solche Spiele. Wir müssen jetzt aus den Fehlern lernen und die positiven Dinge aus dem Spiel mitnehmen.

Die Adler spielen bis dato eine bärenstarke Saison und sind Tabellenführer. Du hast in deiner Karriere schon einiges erlebt und in vielen Teams gespielt. Wie beurteilst du die aktuelle Situation bei den Adlern?

Wir haben eine geniale Truppe. Alle Spieler verstehen ihre Rolle innerhalb der Mannschaft, ziehen an einem Strang und stellen persönliche Interessen hinten an. Das ist enorm wichtig, um Erfolg zu haben und wenn alle verletzungsfrei bleiben, dann können wir in dieser Saison einiges erreichen.

Im November sprießen die Barthaare. Tolle Schnauzer zieren die Gesichter einiger Spieler, um auf Krankheiten wie Prostata- oder Hodenkrebs aufmerksam zu machen.

Das ist richtig. Für mich ist diese Aktion immer etwas sehr Besonderes, weil ich vor einigen Jahren einen guten Freund an Leukämie verloren habe. Es soll Männer dazu bewegen, mehr Voruntersuchungen zu absolvieren. Viele gehen damit sehr fahrlässig um, aber es betrifft uns alle und wir sollten es in unser Bewusstsein rufen.

Das zweite Baden-Württemberg-Derby gegen die Wild Wings steht vor der Tür. Die erste Begegnung haben die Adler mit 2:5 verloren. Brennen die Adler jetzt auf eine Revanche?

Wir wollen jedes Spiel gewinnen, egal gegen welchen Gegner. Wir wissen aber auch, dass diese Spiele für unsere Fans eine besondere Bedeutung haben und deswegen werden wir alles daran setzen, die drei Punkte in Mannheim zu behalten.

14. Nov. '14 Der nächste Gegner der Adler: ERC Ingolstadt 13. Nov. '14 Dauerkarten noch bis zum 28. November erhältlich
12. Nov. '14 Schlagerspiel in Köln – Adler zu Gast bei den Haien 11. Nov. '14 Heimspiel gegen Straubing auf den 25.2.2015 verlegt
11. Nov. '14 Der nächste Gegner der Adler: Kölner Haie 11. Nov. '14 Nachgefragt bei Denis Reul
09. Nov. '14 DEB-Team gewinnt den Deutschland-Cup 08. Nov. '14 Christoph Ullmann erzielt Siegtreffer beim 2:1 gegen die Slowakei
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