Drei-Spiele-Sperre für Ronny Arendt

06. Februar 2016

Die Adler müssen vorerst auf Ronny Arendt verzichten. Der Disziplinarausschuss der DEL sperrte den Angreifer für drei Spiele. Im Auswärtsspiel bei den Grizzlys Wolfsburg wurde Arendt in der 59. Spielminute wegen Slew-Footings gegen Fabio Pfohl mit einer Matchstrafe belegt.

Die offizielle Begründung im Wortlaut: „Der Disziplinarausschuss ist der Ansicht, dass hier ein Slew-Footing gemäß IIHF Regel 160 vorliegt und der Schiedsrichter sein Ermessen ordnungsgemäß ausgeübt hat. Arendt tritt mit großer Wucht von hinten gegen Pfohls Beine. Arendt zieht gleichzeitig Pfohl mit dem linken Arm nach hinten. Es war kein Zweikampf um die Scheibe. Pfohl musste in keinster Weise mit der Attacke von Arendt rechnen. Arendt ist nicht vorbestraft. Pfohl wurde nicht nachhaltig verletzt."

Arendt wird den Adlern damit erst wieder beim Auswärtsspiel in Ingolstadt am 24. Februar zur Verfügung stehen.

Der nächste Gegner der Adler: Augsburger Panther

06. Februar 2016

Nach zwei Jahren ohne Pre-Playoff-Teilnahme lechzen die Fans im Curt-Frenzel-Stadion wieder nach einer Saison, die nicht schon mit Abschluss der Vorrunde beendet ist. Die Chancen auf einen Platz unter den ersten zehn sind für die Augsburger Panther durchaus vorhanden. Aktuell liegen die Fuggerstädter sechs Punkte hinter den Adlern auf Platz zwölf, nur einen Zähler hinter den Zehntplatzierten Kölner Haien.

Sechs Mal musste Jeff Deslauriers in den ersten drei Duellen gegen die Adler hinter sich greifen, zwei der drei Spiele entschieden die Panther für sich.

Das Jahr 2016 hatte gut begonnen, fünf der ersten sechs Spiele des Jahres konnten die Panther für sich entscheiden, bis auf Platz acht hatte sich die Mannschaft von Trainer Mike Stewart wieder vorgearbeitet. Doch es folgten vier bittere Niederlagen: zwei deutliche Klatschen gegen den direkten Konkurrenten in Straubing sowie in Schwenningen, dazu zwei knappe Heimpleiten gegen München und Köln. Am Freitag im Heimspiel gegen Nürnberg gab es die fünfte Pleite in Folge, gegen die Ice Tigers setzte es eine 0:3-Heimniederlage.

Immer noch: vorne top, hinten flopp

Größtes Manko im Team ist immer noch die große Diskrepanz zwischen Offensive und Defensive. Im Vorwärtsgang stellen die Schwaben um die Topscorer Jon Matsumoto, Andrew LeBlanc und Benjamin Hankowski den zweitbesten Sturm der Liga, doch keine andere Mannschaft in der Liga hat mehr Gegentore kassiert als Augsburg.

Augen auf... Andrew LeBlanc. Der 26-Jährige, der aktuell seine erste Saison in Europa absolviert, blieb in diesem Jahr erst in zwei Spielen ohne Scorerpunkt. In den elf Spielen seit dem 3.1. erzielte der US-Amerikaner sieben Tore und kassierte zudem neun Assists.

Fakt: Mit Jon Matsumoto, Andrew LeBlanc und Benjamin Hankowski sind drei Augsburger unter den besten zwanzig Scorern der DEL vertreten. Dafür liegen die beiden Torhüter Ben Meisner und Jeff Deslauriers am hinteren Ende der Torhüterwertung der DEL.

DEL-Bilanz der Adler gegen Augsburg seit 1994: 81 Spiele, 50 Siege, 31 Niederlagen, 283:242 Tore

DEL-Bilanz der Adler gegen Augsburg 2014/15: 3 Siege aus vier Spielen, 11:8 Tore

DEL-Bilanz der Adler gegen Augsburg 2015/16: 2:6 (H), 3:0 (A), 1:5 (A)

Adler Mannheim - Augsburger Panther
Sonntag, 7.2.2016, 14:30 Uhr
SAP Arena, Mannheim

Das Spiel wird live im Webradio (http://bit.ly/adlerwebradio) übertragen, zudem gibt es aktuelle Infos im Liveticker in der mobilen App (iOS: http://bit.ly/iosadlerapp , Android: http://bit.ly/androidadlerapp).

Adler verpflichten Stanley-Cup-Sieger

05. Februar 2016

Die Adler Mannheim haben auf die langwierige Verletzung von Dennis Endras reagiert und den kanadischen Torhüter Ray Emery verpflichtet. Der 33-Jährige unterschrieb einen Vertrag bis Saisonende. Damit haben die Adler ihre elfte und letzte Ausländerlizenz vergeben.

Ray Emery (hier im Trikot der Flyers) gewann mit den Blackhawks den Stanley Cup.

Emery ist ein NHL-erfahrener Torhüter, der insgesamt 326 Mal für die Ottawa Senators, die Philadelphia Flyers, die Anaheim Ducks und die Chicago Blackhawks zwischen den Pfosten stand. Dabei brachte er es auf eine Fangquote von 90,5 Prozent. Noch besser liest sich seine Bilanz aus der AHL, mit 91 Prozent gehaltener Schüsse erwies er sich in 190 Einsätzen stets als sicherer Rückhalt seiner Mannschaften.

Aber auch in der zweitbesten Liga der Welt, der KHL, konnte der Linksfänger bereits sein Können unter Beweis stellen. In 43 Spielen lief er für HK Atlant auf und brachte es auf einen Schnitt von 1,99 Gegentoren pro Spiel. Den bislang größten Erfolg seiner Karriere feierte Emery in der Saison 2012/13, als er mit den Blackhawks den Stanley Cup gewann.

„Eine sehr gute Lösung“

„Wir mussten auf die Verletzung von Dennis reagieren und haben mit der Verpflichtung von Ray eine sehr gute Lösung gefunden“, sagt Adler-Manager Teal Fowler. „Er hat in der NHL reichlich Erfahrung gesammelt, auf und neben dem Eis ist er eine Führungspersönlichkeit. Wir sind sehr froh, dass er zum richtigen Zeitpunkt auf dem Markt war und wir ihn unter Vertrag nehmen konnten.“

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