Performance-Check: Nürnberg Ice Tigers
Anfang November verloren die Adler nach zuvor 21 Heimsiegen in Serie erstmals wieder auf heimischem Eis gegen die Nürnberg Ice Tigers (2:4). Am morgigen Dienstag kommt es in Nürnberg zum dritten Aufeinandertreffen der laufenden Saison. In unserem Performance-Check werfen wir einen Blick darauf, was sich bei den Franken seither getan hat.
Form: In den 16 Spielen seit dem Duell mit unseren Adlern in Mannheim weisen die Ice Tigers mit acht Siegen und ebenso vielen Niederlagen eine ausgeglichene Bilanz auf. Zwar stehen Aufwand und Ertrag bei den Nürnbergern nicht immer im Einklang, dennoch überzeugt die Mannschaft häufig mit einer frischen und offensiv ausgerichteten Spielweise. Ein starker November, in dem die Ice Tigers auswärts die drittmeisten Punkte aller Teams sammelten, festigte einen Tabellenplatz, der zur Teilnahme an der 1. Playoff-Runde berechtigen würde. Aktuell rangieren die Franken auf Rang neun, haben dabei sechs Punkte Vorsprung auf den Tabellenzehnten. Mit Blick auf den eingeschlagenen Weg zeigen sich die Verantwortlichen zufrieden, sodass der Vertrag von Cheftrainer Mitch O’Keefe zuletzt vorzeitig um zwei weitere Jahre bis zum Ende der Saison 2027/28 verlängert wurde.
Tor: Auch aufgrund einer Verletzung von Evan Fitzpatrick, der einen Großteil der Spiele im Oktober und November verpasste, kommt Routinier Niklas Treutle bislang auf 22 Einsätze. In elf dieser Partien ging sein Team als Sieger vom Eis. Fitzpatrick weist eine Bilanz von vier Siegen aus zwölf Einsätzen auf. Auch statistisch hat Treutle aktuell leicht die Nase vorn, sein Gegentorschnitt liegt bei 2,92 und seine Fangquote bei 90,59 Prozent. Fitzpatrick kommt auf 3,14 Gegentore pro Spiel und eine Fangquote von 88,86 Prozent.
Verteidigung: Mit Owen Headrick (neun Tore, 17 Assists) verfügen die Ice Tigers über den viertbesten Scorer unter allen Verteidigern der PENNY DEL. Ebenfalls zweistellig punkten die deutschen Defensivspieler Julius Karrer (zwei Tore, zwölf Assists) und Jakob Weber (ein Tor, zehn Assists). Cody Haiskanen steuerte mit drei Treffern die zweitmeisten Tore unter den Nürnberger Verteidigern bei. Die Unterzahlquote der Ice Tigers liegt mit 76,04 Prozent im unteren Ligadrittel. Deutlich stärker präsentieren sich die Franken in anderen Bereichen, so belegen sie mit einer Zweikampfquote von 51,59 Prozent ligaweit Rang vier, zudem sind die 384 geblockten Schüsse Ligabestwert.
Sturm: Von den bislang 110 erzielten Toren der Nürnberger gehen 87 Treffer auf das Konto der Stürmer. Einen entscheidenden Anteil daran hat Evan Barratt, der gemeinsam mit Ingolstadts Riley Barber die Topscorerliste der Liga anführt. Seine 34 Assists stellen dabei sogar den Höchstwert der PENNY DEL da. Bester Torschütze im Team ist Tyler Spezia mit 15 Treffern. Als echte Verstärkung erweist sich zudem der nachverpflichtete Brett Murray, der bislang 14 Tore und zwölf Vorlagen beisteuerte. Auch die gleichermaßen abschlussstarken Samuel Dove-McFalls (14 Tore, 14 Assists) und Cole Maier (acht Tore, neun Assists) tragen dazu bei, dass die Ice Tigers im Powerplay auf eine Erfolgsquote von 20,43 Prozent kommen.
Personal: Die Ice Tigers blieben in dieser Saison bislang nicht vom Verletzungspech verschont. Auf den langfristigen Ausfall von Constantin Braun reagierten die Verantwortlichen mit der Nachverpflichtung von Sinan Akdag. Zuletzt fehlten zudem der leicht angeschlagene Tyler Spezia sowie Justus Böttner, der mit muskulären Problemen zu kämpfen hatte. Darüber hinaus machte den Nürnbergern auch eine Krankheitswelle zu schaffen, sodass Will Graber, Timo Bakos und Jake Ustorf im vergangenen Spiel nicht zur Verfügung standen.



