03.01.2026

Performance-Check: EHC Red Bull München

Performance-Check: EHC Red Bull München

Über zwei Monate ist das jüngste Duell zwischen München und unseren Adlern her. Was sich in der Zwischenzeit bei den Red Bulls getan hat, beleuchten wir in unserem Performance-Check.

Form: Seit Mitte November haben die Red Bulls lediglich zwei Partien verloren. Ein 1:3 in Iserlohn Ende November und ein 1:3 zuhause gegen Frankfurt. Ansonsten ist das Team von Cheftrainer Oliver David erschreckend stark unterwegs. Die ambitionierten Teams aus Köln, Ingolstadt, Straubing und Bremerhaven wurden bezwungen. Überraschend oft enden die gewonnen Partien der Münchener dabei mit drei eigenen Toren. Bei fünf der jüngsten sieben Siegen war dies der Fall. Dieser Umstand spricht für eine ausbalancierte Offensive und Defensive.  

Tor: Nach den Adlern hat München die zweitwenigsten Gegentore geschluckt, 85-mal mussten die Schlussmänner lediglich hinter sich greifen. Dabei hat der deutsche Nationaltorhüter Mathias Niederberger dieses Jahr ordentliches Verletzungspech, fällt derzeit bereits zum zweiten Mal länger aus und das zu einem Zeitpunkt, zu dem seine Leistungskurve deutlich nach oben zeigte. In den fünf Partien vor seiner Unterkörperverletzung kassierte der 33-Jährige lediglich sechs Gegentore, hielt den Kasten zweimal in Folge gänzlich sauber. Ersatzmann Antoine Bibeau macht seine Sache aber ebenfalls sehr ordentlich, besticht mit einer Fangquote von 93,19 Prozent und einem Gegentorschnitt von 1,76.

Verteidigung: Lediglich Maxi Daubner weist eine leicht negative Plus-/Minus-Bilanz auf, ansonsten unterstreichen die Statistiken der Verteidiger die starke defensive Performance. Routinier Konrad Abeltshauser, inzwischen im elften Jahr in München, führt die Verteidigung gemeinsam mit dem erfahrenen Ryan Murphy an. Murphy ist mit drei Treffern und 17 Vorlagen hinter dem Finnen Ville Pokka (fünf Tore, 16 Assists) zudem zweitbester Punktesammler unter den Verteidigern. Aber auch die Neuzugänge Dillon Heatherington und Fabio Wagner haben ihre Rolle gefunden. Das Unterzahl weist mit 79,05 Prozent einen durchschnittlichen Wert auf.

Sturm: Dass zumeist drei eigene Tore für einen Sieg reichen, spiegelt sich selbstredend in der Gesamtzahl der geschossenen Tore wider. 116 sind es derzeit, was im Ligavergleich einen Wert im oberen Mittelfeld entspricht. Natürlich haben auch die Red Bulls schon unter Beweis gestellt, dass sie häufiger als dreimal in einer Partie treffen können – in den vergangenen rund drei Wochen war das beim 5:0 in Frankfurt, beim 6:3 in Bremerhaven und beim 5:2 in Dresden der Fall, doch das sind eher die Ausnahmen. Entsprechend findet sich unter den Top-20-Ligascorern mit Taro Hirose (sieben Tore, 29 Vorlagen) auch lediglich ein Münchner. Dafür haben bereits sieben Akteure die 20-Punkte-Marke geknackt. Chris DeSousa ist mit elf Toren treffsicherster Angreifer. Das Powerplay kann sich mit einer Erfolgsquote von 22,33 Prozent ebenfalls sehen lassen.

Personal: Verteidiger Phillip Sinn fehlt ebenso wie der bereits erwähnte Niederberger und die Angreifer Maxi Kastner, Adam Brooks sowie Tobi Rieder noch rund zwei Wochen. Bei Gabriel Fontaine ist ein Einsatz ebenfalls fraglich.

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