Performance-Check: Fischtown Pinguins Bremerhaven
Beide bislang absolvierten Vergleiche zwischen Bremerhaven und Mannheim gingen an die Adler. Was sich seit dem jüngsten Aufeinandertreffen Ende November bei den Seestädtern getan hat, beleuchten wir in unserem Performance-Check.
Form: Aktuell Rang sechs und damit die direkte Viertelfinalqualifikation – diese Momentaufnahme dürfte die ambitionierten Norddeutschen aktuell nicht 100-prozentig zufrieden stellen. Doch seit rund einem Monat sind die Pinguins richtig gut in Fahrt. Nach der Niederlage gegen die Adler verlor das Team von Cheftrainer Alexander Sulzer nur vier Begegnungen, davon zweimal gegen Spitzenreiter Köln. Seit dem 28. Dezember hat Bremerhaven nicht mehr verloren, gewann sechs Partien in Folge.
Tor: Nach der Verletzung von Kristers Gudlevskis teilen sich Julius Hudacek und Leon Hungerecker die Aufgabe zwischen den Pfosten. Allerdings reichen beide Schlussmänner nicht an die starken Leistungen des Letten heran, der trotz seines langfristigen Ausfalls für Olympia nominiert wurde. Entsprechend dürfte die Rückkehr des 33-Jährigen nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen. Ersatzmann Hudacek steht mit einer Fangquote von 87,93 Prozent und einem Gegentorschnitt von 3,52 leicht hinter den Werten von Hungerecker (Fangquote 89,05 Prozent, Gegentorschnitt 2,81).
Verteidigung: Neuzugang Akito Hirose avancierte bislang zum Topscorer unter den Verteidigern. Drei Tore und 22 Vorlage sammelte der 26-jährige Bruder von Münchens Taro Hirose in 34 Begegnungen. Matthew Abt zeigt sich derweil mit neun Toren als treffsicherster Defender. Ludwig Byström überzeugt indes mit starker Defensivarbeit. Zeitweise ging den Pinguins die körperliche Komponente vor dem eigenen Tor ab, als Phillip Bruggisser und Nicholas B. Jensen verletzungsbedingt ausfielen. Während Bruggisser seit Ende November wieder zurück ist, fehlt Jensen seit über zwei Monaten. Die 113 Gegentore entsprechen im Ligavergleich einen mittleren Tabellenplatz. Die 75,86 Prozent Unterzahlquote liegt im hinteren Tabellenmittelfeld.
Sturm: Ziga Jeglic, Jan Urbas und Miha Verlic – die drei Namen, die wohl unwiderruflich mit Bremerhaven in Verbindung stehen. Der Karawanken-Express hatte lange in dieser Saison Anlaufschwierigkeiten, doch inzwischen stehen die drei Slowenen wieder unter den Top-fünf-Scorern ihres Teams. Jeglic führt diese Statistik mit acht Toren und 20 Vorlagen an, Urbas folgt mit zehn Toren sowie 16 Vorlagen. Verlic rangiert auf Platz fünf, ist mit 13 Treffern gemeinsam mit Christian Wejse aber erfolgreichster Torschütze. Überhaupt ist die Offensive, was die Ausbeute anbelangt, sehr ausgeglichen. So haben bereits neun Stürmer mindestens 20 Punkte gesammelt. 123 erzielte Treffer bedeuten einen Platz im ligaweiten Mittelfeld, beim Powerplay sieht es mit einer Erfolgsquote von 20,34 Prozent ähnlich aus.
Personal: Noch scheint Gudlevkis nicht fit zu sein, ebenso wie der bereits erwähnte Jensen. Auch Angreifer Max Görtz fehlt noch auf unbestimmte Zeit angeschlagen.



