Performance-Check: Löwen Frankfurt
Mitte November standen sich unsere Adler und die Löwen Frankfurt zuletzt im Derby gegenüber. In unserem Performance-Check blicken wir auf das, was sich bei den Hessen seitdem getan hat.
Form: Dass die Löwen seit dem 30. Spieltag auf dem vorletzten Tabellenplatz rangieren, spiegelt sich auch in den zurückliegenden Ergebnissen wider. Aus den vergangenen 19 Partien gelangen den Hessen fünf Siege – zu wenig, um ernsthaft in Richtung Playoff-Ränge vorzustoßen. Zwar verfügt Frankfurt über ein Polster von 13 Punkten auf den Abstiegsplatz, gleichzeitig beträgt der Rückstand auf Rang zehn aber ebenfalls 13 Zähler. Für Erleichterung sorgte kurz vor dem Jahreswechsel der 3:1-Auswärtssieg in München, nachdem die Hessen zuvor neun Niederlagen in Serie kassiert hatten. Und auch das neue Jahr begann mit einem Achtungserfolg: Beim 3:2 in Berlin entführte die Mannschaft von Cheftrainer Tom Pokel alle drei Zähler aus der Hauptstadt. Gegen Schwenningen (1:2) und in Ingolstadt (3:6) hatten die Löwen derweil wieder das Nachsehen.
Tor: Der zuletzt verpflichtete Dustin Tokarski konnte sich bislang noch nicht als erhoffter Stabilitätsfaktor erweisen. In vier Einsätzen kommt der Kanadier auf einen Gegentorschnitt von 5,01 sowie eine Fangquote von 84,38 Prozent. Die statistisch besten Werte im Frankfurter Tor weist derzeit Mirko Pantkowski auf, der mit 23 Einsätzen auch die meisten Spiele absolvierte. Mit einer Fangquote von 89,33 Prozent und einem Gegentorschnitt von 3,28 liegt er leicht vor Cody Brenner.
Verteidigung: Nach Dresden (156) kassiert Frankfurt (143) die zweimeisten Gegentore. Einsatzbereitschaft kann den Löwen jedoch nicht abgesprochen werden, mit 397 geblockten Schüssen liegt Frankfurt hinter Nürnberg (434) ligaweit auf Rang zwei. Kapitän Maksim Matushkin bleibt mit acht Treffern und 17 Vorlagen der offensivstärkste Verteidiger der Hessen. Auch Michael Joyaux und Ryan McKiernan setzen offensive Akzente, während Tommy Pasanen und Daniel Wirth für defensive Stabilität sorgen. Das Unterzahlspiel der Löwen liegt mit 77,12 Prozent im unteren Drittel im Ligavergleich.
Sturm: In 37 Partien gelangen den Hessen bislang 86 Tore, nur das Schlusslicht aus Dresden traf seltener. Die Überzahlquote von 19,44 Prozent bewegt sich derweil im Mittelfeld der Liga. Angeführt wird der Angriff von Topscorer Linus Fröberg, der bislang sieben Tore und 20 Assists verbuchte und zuletzt sogar zeitweise in der Defensive aushalf. Cameron Brace ist mit 13 Treffern der einzige Löwen-Spieler mit einer zweistelligen Toranzahl.
Personal: Carter Proft wird aufgrund einer Schulterverletzung in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen. Auch Routinier Reid McNeill fällt mit einer Handverletzung auf unbestimmte Zeit aus. Torhüter Cody Brenner befindet sich weiterhin in der Reha und arbeitet an seinem Comeback.



