20.02.2026

Performance-Check: SC Langnau

Performance-Check: SC Langnau

Bereits in der Vorbereitung auf die aktuelle PENNY DEL Saison trafen die Adler im vorletzten Testspiel Ende August auf die SCL Tigers. In der emmental versicherung arena setzte sich Mannheim mit 4:0 durch. Wie die Saison bei den Tigers bislang verlaufen ist, beleuchten wir in unserem Performance-Check.

Form: Auf Rang zehn stehen die Tigers gerade noch so auf einem Playoff-Rang, sind aber punktgleich mit dem Tabellenneunten aus Bern und nur drei Zähler hinter den punktgleichen Teams aus Rapperswil und Zug auf den Plätzen sieben und acht. Der Vorsprung auf die elftplatzierten Bieler beträgt allerdings auch nur fünf Punkte, weswegen in den noch ausstehende sechs Begegnungen jedes Spiel zählt. Dabei fällt generell ein gewaltiger Unterschied zwischen den Heim- und den Auswärtsspielen des SCL auf. Zuhause ist das Team von Cheftrainer Thierry Paterlini ligaweit das viertstärkste Team, auswärts gelangen dagegen lediglich sieben Siege, drei davon nach Verlängerung oder im Penaltyschießen. Der Start ins neue Jahr verlief mit zwei Zu-Null-Erfolgen gegen Ambri-Piotta und Biel noch verheißungsvoll, doch sieben der folgenden neun Begegnungen gingen verloren – wenn oftmals auch knapp. Erst der 6:3-Erfolg über Ambri unmittelbar vor der Pause hob die Stimmung wieder etwas.

Tor: Luca Boltshauser kann nach einer etwas durchwachsenen Spielzeit 2024/25 diese Saison wieder mit bekannter Stärke glänzen. Mit einer Fangquote von 91,8 Prozent und einem Gegentorschnitt von 2,7 ist der 32-Jährige ein solider Rückhalt. Auch sein 25-jähriger Backup Robin Meyer weiß mit einer Fangquote von 92,6 Prozent und einem Gegentorschnitt von 2,1 zu überzeugen. Der erst 20 Jahre alte Martin Neckar, der jüngst noch für Frankreich an den Olympischen Spielen teilnahm, gilt indes als großes Talent. Mit 125 Gegentoren kassierten nur sechs Mannschaften in der National League bislang weniger Treffer.

Verteidigung: Die beiden finnischen Verteidiger Juuso Riikola und Neuzugang Santtu Kinnunen gehören zu den beiden Offensivposten in der SCL-Hintermannschaft, während der erst 23-jahre alte Noah Meier defensiv solide auftritt und Phil Baltisberger seine ihm angedachte Rolle spielt. Hinzu kommen mit dem U20-Nationalspieler Nik Lehmann und Youngster Tim Mathys zwei vielversprechende Talente, die in dieser Saison bereits zu überzeugen wussten. Bei der an sich vorherrschenden Defensivstärke ist es etwas verwunderlich, dass das Penalty Killing mit 75,93 nicht ganz rund läuft und die Tigers in dieser Wertung in der Liga auf Platz zwölf liegen.

Sturm: Die interne Scorerliste führt der neugekommene Schwede André Petersson an, der seinen Vertrag in Langnau bereits vorzeitig verlängert hat. 22 Tore und 15 Vorlagen stehen aus 39 Partien zu Buche. Zeitweise war 35-jährige Routinier sogar Liga-Topscorer. Ihm folgt Dario Rohrbach, der vergangene Saison schon Topscorer seiner Mannschaft war, den Club aber nach der Saison Richtung Bern verlassen wird. Der finnische Angreifer Saku Mäenalanen bringt indes mit einer Körpergröße von 1,92 Meter und einem Gewicht von 94 Kilogramm viel Physis ins Spiel. Insgesamt bedeuten die 129 erzielten Treffer ligaweit Rang sieben. Auch das Powerplay kann sich mit einer Erfolgsquote von 22,79 Prozent sehen lassen und findet sich im Ligavergleich auf Rang sechs wieder.

Personal: Im Vergleich zum ersten Aufeinandertreffen ergänzt inzwischen Rückkehrer Sean Melone den Kader, der in der Vorsaison noch drittbester Scorer beim SCL war und die laufende Spielzeit zunächst in Schweden begann. Samuel Ernie, der bereits im neunten Jahr die Schlittschuhe für die Tigers schnürt, hat indes Anfang Februar seinen Kontrakt um ein weiteres Jahr verlängert. Ob der, bis zum Start der Olympia-Pause verletzte Hannes Björninen wieder einsatzbereit ist, wird sich kurzfristig entscheiden.

 

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