Im Auge des Adlers: Fischtown Pinguins Bremerhaven
Maximal sieben Spiele. Bis zu siebenmal derselbe Gegner, derselbe Gegenspieler. Die Playoffs sind laut, intensiv, fordernd, heben alles auf ein höheres Niveau. Im Viertelfinale treffen unsere Jungs erstmals in der Geschichte auf die Fischtown Pinguins Bremerhaven. Wir haben uns die Seestädter genauer angesehen. Im Auge des Adlers.
Form: Bremerhaven musste im Gegensatz zu unseren Adlern den Umweg über die 1. Playoff-Runde nehmen, nachdem sie die direkte Viertelfinalqualifikation als Tabellensiebter um zwei Punkte verpasst hatten. In der 1. Playoff-Runde bezwang das Team von Cheftrainer Alexander Sulzer die Ice Tigers aus Nürnberg glatt in zwei Partien mit 4:0 und 3:2. Von den letzten fünf Hauptrundenspielen gewannen die Pinguins zum Abschluss drei Begegnungen in Folge, nachdem zuvor zweimal verloren wurde.
Überzahl: Das Überzahl klickte in der 1. Playoff-Runde. Vier Powerplay-Situationen, zwei Treffer. In der Hauptrunde war das Überzahlspiel mit 22,6 Prozent solide im Ligamittelfeld, dabei kassierte Bremerhaven aber auch sieben Gegentore.
Unterzahl: In der Hauptrunde mit 76,2 Prozent Prozent noch ein kleineres Problemfeld, in den zwei Playoff-Begegnungen mit nur einem Gegentreffer und einer Quote von 83,3 Prozent bislang dagegen top.
Topperformer: Die Pinguins hatten über die gesamte Hauptrunde mit teils langfristigen Ausfällen zu kämpfen. Unter den Spielern, die besser durch die bisherige Spielzeit gekommen sind, steht Akito Hirose nach Punkten an der Spitze. Fünf Tore und 33 Vorlagen verbuchte der Verteidiger. Unter den Stürmern liegt Ziga Jeglic mit 13 Treffern und 23 Assists vorne, erfolgreichster Torschütze ist Miha Verlic mit 18 Toren. In den Playoffs haben mit C.J. Smith und Ross Mauermann bislang zwei Akteure doppelt getroffen. In den direkten Duellen gegen die Adler war Christian Wejse mit einem Tor und zwei Vorlagen der erfolgreichste Punktesammler.
Torhüter: Auch Schlussmann Kristers Gudlevskis fiel verletzungsbedingt länger aus, kehrte nach der Olympia-Pause wieder in den Spielbetrieb zurück. Nur 15 Spiele konnte der Lette absolvieren, überzeugte dabei aber mit einer starken Fangquote von 92,11 Prozent und einem Gegentorschnitt von 2,26. In den Playoffs musste Gudlevkis lediglich zweimal hinter sich greifen. Sollte sich Gudlevskis erneut verletzen, stehen mit Leon Hungerecker und Július Hudáček zwei solide Schlussmänner parat, die der Mannschaft ebenfalls den benötigten Rückhalt geben können.
Faustpfand: Auch wenn Sulzer erst im zweiten Jahr als Chef hinter der Bande steht, ist das Team äußerst eingespielt und aufeinander abgestimmt. Die Abläufe sitzen, die Rollen sind klar verteilt und Neuzugänge wie Hirose oder der nachverpflichtete Smith kommen schnell zurecht. Nach insgesamt fünf Siegen in Serie dürfte zudem das Selbstvertrauen bei den Pinguins groß sein.
Achillesferse: Mit Jan Urbas fehlt aktuell der Topscorer der vergangenen Jahre. Auch die Einsätze von Miha Verlic und Max Görtz sind fraglich, während Bennet Roßmy definitiv ausfällt. Die daraus resultierende Lücke in der Offensive muss Bremerhaven kompensieren.
Historie: Bislang gab es noch keine Playoff-Serie zwischen beiden Teams. Von 38 bisherigen Hauptrunden-Duellen entschieden unsere Adler 24 für sich. In der zurückliegenden Punkterunde gingen alle vier Partien an Mannheim.



