Performance-Check: Löwen Frankfurt
Anfang des Jahres fand das dritte Derby der Saison zwischen unseren Adlern und den Löwen statt. 6:2 setzte sich Mannheim in Frankfurt durch. Was sich seitdem bei den Hessen getan hat, beleuchten wir in unserem Performance-Check.
Form: Die Niederlage gegen Mannheim fiel mitten in eine Serie von insgesamt sieben Partien. Ausgerechnet gegen die Eisbären aus Berlin fand dieser Negativlauf Ende Januar mit einem 4:1-Erfolg sein Ende, nur zwei Tage später wurde auch Hauptrundensieger Köln mit demselben Ergebnis bezwungen. Im ersten Spiel nach der Olympia-Pause bezwangen die Löwen Bremerhaven mit 4:1. Allerdings unterlagen die Frankfurter am vergangenen Freitag Schwenningen, natürlich mit 1:4, was dazu führt, dass die allerletzte Playoff-Chance nun nur noch rein rechnerisch möglich ist. Denn mit Platz 13 und 15 Punkten Rückstand auf Rang zehn sowie dem schlechteren Torverhältnis müsste bei noch fünf ausstehenden Partien schon ein kleines Wunder geschehen. Da war auch der 3:2-Erfolg nach Verlängerung gegen Wolfsburg am Sonntag nicht genug.
Tor: Cody Brenner war während der kurzen Siegesserie zwischen den Pfosten gesetzt, konnte in dieser Phase seine Fangquote auf stabile 90,1 Prozent heben. Der Gegentorschnitt von 3,36 ist aber weiter hoch. Bei Mirko Pantkwoski sehen die Statistiken ähnlich aus, der Gegentorschnitt ist sogar absolut identisch. Allerdings liegt der 27-Jährige bei einer Fangquote von 88,7 Prozent. Entsprechend haben sich die Löwen nach Dresden mit 176 Gegentoren ligaweit die zweitmeisten Treffer gefangen.
Verteidigung: Maksim Matushkin hat auch in dieser Saison seine offensiven Fähigkeiten unter Beweis gestellt und mit elf Toren und 18 Vorlagen aus nur 39 Partien einen ordentlichen Anteil an der Toranzahl seines Teams, gehört damit zu den Top-zehn-Verteidigern der Liga. Zur ganzen Wahrheit gehört aber auch eine Plus-/Minus-Bilanz von -21. Allgemein gibt es keinen Löwen-Verteidiger, der nicht eine negative Plus-/Minus-Bilanz vorweist. Neben Kapitän Matushkin tritt noch Michael Joyaux in der Vorwärtsbewegung in Erscheinung. Acht Treffer und 14 Assists sind für seine erste DEL-Saison keine schlechten Werte.
Sturm: Teaminterner Topscorer ist Linus Fröberg. Der Schwede weist nach allen 47 absolvierten Begegnungen neun Tore und 25 Vorlagen vor. Noch höher anzurechnen sind diese Zahlen, da der 32-Jährige immer wieder als Verteidiger aushelfen musste. Ihm folgen Toptorschütze Cameron Brace (17 Treffer), Chris Wilkie und Daniel Pfaffengut als bester deutscher Scorer (beide acht Tore und 13 Vorlagen). Matt Wedman ist indes mit 100 Strafminuten der „Bad Boy“ der Liga.
Personal: Jüngst wurden die Verträge mit dem dritten Torhüter Dustin Tokarski, Verteidiger und Führungsspieler Reid McNeill sowie Stürmer Jakob Lilja, der die hohen Erwartungen nicht erfüllen konnte, aufgelöst. Zudem fehlt Carter Proft aufgrund einer Oberkörperverletzung weiter für unbestimmte Zeit.



