CleanUp-Challenge: Mannheim geht in Führung
Nach den gelungenen ersten beiden Auflagen wurde auch die diesjährige RhineCleanUp-Challenge in Mannheim und Ludwigshafen zu einem vollen Erfolg. Rund 450 Teilnehmer sammelten am gestrigen Samstag entlang der beiden Rheinufer jede Menge Müll. Auf Mannheimer Seite machten sich rund 250 Helfer auf den Weg, in Ludwigshafen beteiligten sich rund 200 Personen. Im sportlich-freundschaftlichen Vergleich der beiden Schwesterstädte geht Mannheim damit mit 2:1 in Führung. Gesammelt wurde indes auf beiden Seiten gleich viel: Je rund 600 Kilogramm kamen hiwwe und driwwe zusammen.
Flüsse zählen zu den Hauptwegen, über die Abfälle in die Meere gelangen. Entsprechend wichtig und eigentlich einfach ist es, direkt vor der eigenen Haustür aktiv zu werden. Genau dort setzt die RhineCleanUp-Challenge an, die vor drei Jahren für die Region ins Leben gerufen wurde. „Ich suche immer nach Möglichkeiten, noch Menschen zu erreichen, die bis jetzt mit dem Thema Umweltschutz noch nichts zu tun hatten. Da ist mir damals dieser Challenge-Gedanke gekommen. Mannheim und Ludwigshafen verbindet eine freundliche Rivalität – und genau die wollte ich zum Nutzen machen“, erklärt Initiator Uwe Franken seinen ursprünglichen Gedanken.
Dass dieses Konzept funktioniert, zeigte sich auch in diesem Jahr eindrucksvoll. Gemeinsam mit zahlreichen Unterstützern und Vereinen wurde auf beiden Rheinseiten gesammelt, sortiert und angepackt. „Für eine lokale Aktion an einem Tag mit 450 Teilnehmenden, ist das schon sehr erfolgreich. Ich bin sehr glücklich darüber“, so Franken weiter.
Ein wichtiges Signal
Wie schon in den Vorjahren beteiligten sich auch die Adler auf Mannheimer Seite an der guten Sache. „Aktionen wie diese schaffen Aufmerksamkeit und bewegen gleichzeitig ganz konkret etwas. Deshalb ist es uns wichtig, solche Projekte zu unterstützen und unsere Reichweite dafür zu nutzen. Wir wollen möglichst viele Menschen dafür sensibilisieren, achtsam mit unserer Natur und unserer unmittelbaren Umgebung umzugehen“, betont Youri Ziffzer, Referent der Geschäftsführung. Das Engagement der Adler fügt sich damit einmal mehr in die nachhaltige Ausrichtung des Clubs ein.
Im Mittelpunkt stand dabei wieder einmal nicht allein die Menge des gesammelten Mülls. Viel wichtiger war erneut die Sichtbarkeit der Aktion. „Das Hauptziel ist das Sensibilisieren, dass man Dinge eben nicht einfach wegwirft, sondern bis zum nächsten Mülleimer mitnimmt. Mir ist besonders wichtig, dass das Thema im Fokus bleibt und möglichst viele Menschen damit konfrontiert werden“, sagt Franken. Gerade die starke Beteiligung vieler Kinder und Jugendlicher in diesem Jahr sei dabei ein wichtiges Signal gewesen.
Am Ende bleibt damit nicht nur ein weiterer Mannheimer Sieg im Duell mit Ludwigshafen, sondern vor allem ein starkes gemeinsames Zeichen für mehr Umweltbewusstsein in der Region. Oder, wie Franken es passend formuliert: „Ich freue mich natürlich für Mannheim. Aber mir geht es vor allem darum, dass die Umwelt gewinnt.“ Genau das war auch in diesem Jahr wieder der Fall.



