Performance-Check: Grizzlys Wolfsburg
Nach zuvor zwei Siegen unterlagen unsere Adler den Grizzlys Wolfsburg kurz vor Weihnachten mit 2:5. Am Donnerstagabend kommt es nun zum vierten und vorerst letzten Vergleich mit den Niedersachsen in dieser Saison. In unserem Performance-Check werfen wir einen Blick darauf, was sich bei den Wolfsburgern seitdem getan hat.
Form: Rund um den Jahreswechsel befanden sich die Grizzlys in einem Formtief und verloren fünf Spiele in Serie. Mit Begegnungen gegen Ingolstadt (1:2 n. P.), Straubing (2:5) und München (2:3 n. P.) hatten die Wolfsburger allerdings auch ein anspruchsvolles Programm vor der Brust. Auf das 2:4 in Nürnberg folgte eine weitere Niederlage nach Penaltyschießen in Schwenningen (3:4). Dass drei dieser fünf Niederlagen erst im Shootout entschieden wurden, zeigt, wie schmal der Grat zwischen Erfolg und Misserfolg war. Aktuell befinden sich die Grizzlys jedoch wieder im Aufwärtstrend, konnten drei ihrer vergangenen vier Spiele gewinnen. Mit aktuell 59 Punkten belegen sie Rang acht der Tabelle.
Tor: Seit dem 25. Spieltag steht bei den Grizzlys ausnahmslos Dustin Strahlmeier zwischen den Pfosten. Diese Rolle verdiente sich der Schlussmann mit einer starken Fangquote von 93,18 Prozent. Wenig überraschend ist Strahlmeier der Torhüter mit den meisten Einsatzminuten. Dabei kommt der 33-Jährige auf einen Gegentorschnitt von 2,40. Sein Vertreter Hannibal Weitzmann kommt auf eine Fangquote von 88,31 Prozent sowie einen Gegentorschnitt von 3,23.
Verteidigung: Mit Ethan Prow (ein Tor, 21 Vorlagen) und Keaton Thompson (sieben Tore, 13 Vorlagen) haben bislang zwei Verteidiger der Grizzlys die 20-Punkte-Marke überschritten. Auch Fabio Pfohl (17 Punkte) schaltet sich regelmäßig in die Offensive ein, während Julian Melchiori, Jimmy Martinovic und Björn Krupp für defensive Stabilität sorgen. Das Prunkstück der Wolfsburger ist das derzeitige Unterzahlspiel: Mit einer Erfolgsquote von 85,71 Prozent stellen die Niedersachsen das beste Penalty Killing der Liga. Zudem waren die Grizzlys – ebenso wie unsere Adler – bereits siebenmal in Unterzahl erfolgreich. Das ist ebenfalls Ligabestwert.
Sturm: Zwar stellen die Wolfsburger keinen Spieler unter den Top-zehn-Scorern der PENNY DEL, dennoch verfügen sie über mehrere torgefährlichen Akteure. Kapitän Spencer Machacek ist nicht nur drittbester Scorer seines Teams, sondern mit 15 Treffern auch dessen erfolgreichster Torschütze. Matt White führt die interne Scorerwertung mit 39 Punkten an, gefolgt von Tyler Gaudet, der bislang elf Tore und 23 Vorlagen beisteuerte. Besonders stark präsentiert sich das Powerplay, das mit 23,48 Prozent das viertbeste der Liga bedeutet.
Personal: Trainer Mike Stewart muss aktuell auf Sven Ziegler (Schulterverletzung) und Matt Choupani (Wadenbeinbruch) verzichten. Beide Spieler fallen voraussichtlich noch bis Februar aus.



