26.02.2026

Performance-Check: Bremerhaven

Performance-Check: Bremerhaven

Mitte Januar fand in Mannheim das dritte Saisonduell zwischen den Adlern und Bremerhaven statt. Wie in den beiden vorangegangenen Begegnungen setzten sich die Adler durch, wenn auch knapp mit 4:3. Was sich seitdem bei den Pinguins getan hat, beleuchten wir in unserem Performance-Check.

Form: Direkte Viertelfinalqualifikation oder doch der Umweg über die 1. Playoff-Runde? Das ist die noch zu klärende Frage bei den Pinguins. Mit aktuell 70 Zählern rangiert das Team von Cheftrainer Alex Sulzer auf Platz sechs und liegt damit auf Viertelfinalkurs. Doch Berlin lauert auf Rang sieben, der die Teilnahme an der 1. Playoff-Runde zur Folge hätte, und hat nur drei Zähler Rückstand. Vor der Olympia-Pause war Bremerhaven, auch aufgrund einiger verletzungsbedingter Ausfälle, nicht wirklich gut unterwegs, verlor vier der fünf Partien nach dem Vergleich mit unseren Adlern. Beim Restart am Mittwoch in Frankfurt lief es nicht besser, mit 1:4 unterlagen die Nordlichter den Hessen.

Tor: Der lettische Nummer-eins-Schlussmann Kristers Gudlevskis ist wieder genesen. Nach der schweren Verletzung des 33-jährigen Olympia-Fahrers musste das Team seit Mitte Oktober auf den starken Linksfänger verzichten. Als Ersatz kam Julius Hudacek, der mit einer Fangquote von 88,2 Prozent und einem Gegentorschnitt von 3,38 jedoch nicht an die Werte von Gudlevskis herankommt. Etwas besser lesen sich die Werte von Leon Hungerecker, der bei einer Fangquote von 88,22 und einen Gegentorschnitt von 3,00 bislang drei Spiele mehr für Bremerhaven gewinnen konnte als der Slowake.  

Verteidigung: Die Mischung in der Defensive kann sich sehen lassen. Mit Phillip Bruggisser, dem dänischen Olympia-Fahrer Nicholas B. Jensen sowie Matthew Abt stehen drei defensiv sehr stabile und körperlich robuste Spieler im Kader, die dem Gegner auch gerne mal unter die Haut gehen. Hinzu kommt mit Akito Hirose der teamintern zweitbeste Scorer (vier Tore, 26 Vorlagen). Die 140 Gegentore bedeuten in dieser Kategorie einen Platz im ligaweiten Tabellenmittelfeld. Das Unterzahlspiel findet sich mit 74,62 Prozent am unteren Ende der Tabelle wieder.

Sturm: Nur Hirose durchbricht in Sachen Scoring das bekannte Sturmtrio der Pinguins Ziga Jeglic, Jan Urbas und Miha Verlic. Allerdings liegt der Karawanken-Express nicht mehr so deutlich vor den Mitspielern. Durch die Verletzung von Urbas – im Gespräch ist gar das Saisonaus – ist die Formation derzeit ohnehin getrennt. Mit Bennet Roßmy fehlt verletzungsbedingt allerdings ein weiterer wichtiger Aktivposten im Angriff für den Rest der Spielzeit. Colt Conrad wird auch noch Zeit brauchen, um wieder in den Spielbetrieb zurückzukehren. Da trifft es sich gut, dass Christian Wejse bereits bei Olympia gezeigt hat, dass er wieder einsatzfähig ist und sich auch Max Görtz nach der Pause wieder gesund zurückgemeldet hat. Mit bislang 138 erzielten Treffer liegt Bremerhaven auch in dieser Wertung im Ligavergleich im Mittelfeld, ebenso wie das Powerplay (21,01 Prozent).  

Personal: Die Verletzungen im Sturm wurden bereits erwähnt, daneben hat Rayan Bettahar seinen Kontrakt verlängert. Aufgrund der angespannten Personalsituation sind die Pinguins noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv geworden, haben mit CJ Smith einen weiteren Angreifer unter Vertrag genommen.

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