Puck, Puls und Puste
Fünf Tage Olympia noch, dann endet das prestigeträchtige Traditionsturnier schon wieder. Fünf Tage noch, ehe sich der Blick vom Geschehen in Italien wieder auf den Spielbetrieb der PENNY DEL richtet. Denn schon kommenden Mittwoch startet die Schlussphase der Hauptrunde. Um dafür bestens gerüstet zu sein, steht das Team von Cheftrainer Dallas Eakins seit vergangenem Donnerstag wieder gemeinsam auf dem Eis. Zwei Testspiele gegen die Schweizer Vertreter aus Ajoie (Donnerstag, 19. Februar, 19.00 Uhr) und Langnau (Samstag, 21. Februar, 17.00 Uhr) sollen helfen, den Spielrhythmus wiederzufinden.
„Ich bin begeistert davon, wie sich die Jungs hier in den vergangenen Tagen präsentiert haben. Alle waren über die freie Zeit sehr aktiv, haben eigenverantwortlich weiter an ihrer Fitness gearbeitet. Auch die Arbeitseinstellung passt sofort wieder“, zeigt sich Eakins mit den ersten Einheiten zufrieden. „Zunächst ging es einfach wieder darum, das Gefühl fürs Eis und den Puck zu bekommen, zuletzt war das Ziel, den Puls wieder in die Höhe zu treiben“, gibt der Cheftrainer zu verstehen.
„Es war eine lange Pause, eine ungewöhnliche Situation, aber es hat gutgetan, nochmals Kräfte für den Schlussspurt und hoffentlich lange Playoffs zu sammeln. Jetzt wieder gemeinsam mit den Jungs auf dem Eis zu stehen, macht aber sofort wieder jede Menge Spaß. Wir arbeiten daran, jeden Tag näher an unsere Topform zu kommen und inzwischen haben wir wieder eine Intensität erreicht, bei der man etwas außer Puste gerät“, schildert Kris Bennett die aktuelle Phase aus Spielersicht.
Wettbewerb nicht simulierbar
Training allein reicht allerdings nicht, um den tatsächlichen Wettbewerbscharakter zu simulieren. „Die beiden anstehenden Spiele in der Schweiz helfen uns dabei, sich wieder an die körperliche Intensität zu gewöhnen und geben uns zudem die Möglichkeit, nochmals ein paar Dinge auszuprobieren. Der Fokus wird nicht auf den Ergebnissen liegen, sondern darauf, dass wir wieder unseren Siegeshunger entwickeln und ins System zurückfinden“, macht Eakins klar. „Mental wieder auf Spielniveau kommen und einfach wieder zueinanderfinden“, ergänzt Bennett seinen Trainer.
Dass die beiden Begegnungen gegen die Schweizer Teams ohne die sechs deutschen Olympia-Fahrer stattfinden, macht selbstredend einen signifikanten Unterschied. „Klar, lassen sich diese Jungs nicht einfach so ersetzen, schließlich fehlt uns eine komplette Reihe mit Topspielern. Aber das bedeutet einfach mehr Eiszeit für uns andere und gleichzeitig die Möglichkeit für den einen oder anderen in Rollen zu schlüpfen, die sie sonst nicht unbedingt ausüben“, erläutert Bennett.
So werden in Sachen Personal neben den Olympia-Teilnehmern auch Tom Kühnhackl und Kevin Bicker die Reise in die Schweiz nicht mitmachen. Dafür ist Max Penkin wieder einsatzbereit und mit Colin Schlenker steht ein weiterer Förderlizenzspieler zur Verfügung. So ist das Eis der Nebenhalle Nord derzeit trotz der sechs Abwesenden gut gefüllt. Das Eis, auf dem seit vergangenem Donnerstag wieder Betrieb herrscht und auf dem mit Puck und Schläger dafür gesorgt wird, dass der Puls hochschnellt und auch gerne mal die Puste ausgeht.



