Im Auge des Adlers: EHC Red Bull München
Maximal sieben Spiele. Bis zu siebenmal derselbe Gegner, dieselben Duelle. Die Playoffs sind laut, intensiv und fordernd – sie heben alles auf ein höheres Niveau. Unser Viertelfinale gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven hat vieles davon bereits gezeigt. Im Halbfinale treffen wir nun auf den EHC Red Bull München, den wir genauer unter die Lupe genommen haben. Im Auge des Adlers.
Form: Die Red Bulls benötigten sechs Spiele, um ins Halbfinale einzuziehen. In einer intensiven, teils überhart geführten und vor allem torreichen Serie setzten sich die Münchner mit 4:2 gegen den ERC Ingolstadt durch. In den Viertelfinalduellen mit den Schanzern fielen im Schnitt 8,8 Tore.
Überzahl: In der Serie gegen Ingolstadt bekamen die Red Bulls 27 Überzahlmöglichkeiten, sechsmal konnten sie daraus Kapital schlagen. Die Quote von 22,22 Prozent ist solide.
Unterzahl: Mit acht Gegentoren in Unterzahl und einer Quote von 71,43 Prozent wiesen die Münchner – gemeinsam mit Bremerhaven – die schwächste Unterzahlbilanz aller Viertelfinalisten auf.
Topperformer: Vor allem die Reihe um Topscorer Taro Hirose, Adam Brooks und Tobias Rieder präsentierte sich bislang in starker Verfassung. Gemeinsam sammelte das Trio 24 Scorerpunkte, trug maßgeblich zum Halbfinaleinzug bei.
Torhüter: Während Antoine Bibeau noch in Spiel eins gegen Ingolstadt zwischen den Pfosten stand, erhielt anschließend Simon Wolf in drei Partien den Vorzug. Nach der deutlichen 2:7-Niederlage kehrte Bibeau wieder ins Tor zurück. Wolf kommt bislang auf eine Fangquote von 87,88 Prozent, Bibeau auf 86,41 Prozent.
Faustpfand: In der Hauptrunde gehörten die Münchner zu den besten Heimteams der PENNY DEL. In 20 von 26 Heimspielen gingen die Münchner als Sieger vom Eis. Zudem sind die Red Bulls sowohl in der Breite als auch in der Tiefe sehr gut aufgestellt, sodass zuletzt der ein oder andere Kontingentspieler überzählig war.
Achillesferse: Neben dem weiterhin verletzten Torhüter Mathias Niederberger müssen die Münchner im weiteren Playoff-Verlauf auch auf Fabio Wagner verzichten. Der Verteidiger wurde nach einem Check für den Rest der Playoffs gesperrt. Ob Kapitän Patrick Hager wieder mitmischen kann, wird sich zeigen.



