07.04.2026

Duell mit dem Spiegelbild

Duell mit dem Spiegelbild

Fünf Partien, vier Siege, fünf Tage Pause, Halbfinalstart: Mit dem morgigen Mittwoch, den 08. April, kämpfen die besten vier Teams der PENNY DEL um den Einzug in die nächste Runde. Unsere Adler treffen dabei auf den EHC Red Bull München. Ein Gegner, der sehr viele Parallelen zu uns aufweist. Ein Gegner, der in der Saison gezeigt hat, zu was er im Stande ist. Ein Duell mit einem anderen Schwergewicht der Liga. Ein Duell mit dem Spiegelbild.

„Die Zahlen auf Seiten der Red Bulls sind ähnlich wie bei uns. Die Aufeinandertreffen in der Hauptrunde waren alle recht eng. Ich erwarte daher eine enge und lange Serie“, vergibt Cheftrainer Dallas Eakins vor dem Halbfinalauftakt keine klare Favoritenrolle. „Es wird ein hart umkämpftes, langes und enges Halbfinale. Beide Teams begegnen sich auf Augenhöhe, sind ähnlich gut besetzt. Es wird am Ende auf den Willen ankommen“, nennt Adler-Stürmer Matthias Plachta die mentale Stärke als den Unterschiedsfaktor.

„Wir haben die negativen Dinge aus dem Viertelfinale gegen Bremerhaven analysiert, an den positiven halten wir fest. Wir konnten Kraft und Selbstvertrauen tanken und stellen uns nun auf den neuen Gegner ein. Alle Jungs sind heiß, sind hungrig. Wir konnten gut regenerieren und jetzt hat wieder jeder Bock auf Eishockey“, passt für Routinier Plachta auch die Balance aus spielfreier Zeit über Ostern und dem intensiven Playoff-Spielrhythmus.  

Mentale Komponente als großer Faktor

Spielfrei bedeutet zeitgleich aber längst nicht Freizeit. „Wir haben all die anderen Serien angeschaut – aber die Frage ist immer, welche Aussagekraft diese Spiele haben. München ist ein sehr erfolgshungriges Team, und ich bin mir sicher, dass es in unserer Serie darum gehen wird, wer das eine Powerplay mehr nutzt, das eine Unterzahl mehr übersteht, wer das eine Bully mehr gewinnt“, arbeitet Eakins mit seinem Team unter anderem auch viel an der mentalen Komponente.

Ebenfalls harte Arbeit hat Anthony Greco in den vergangenen Tagen und Wochen geleistet. Der zweitbeste Punktesammler der Hauptrunde im Lager der Adler verpasste das Viertelfinale. „Die Situation bei Anthony entwickelt sich in eine positive Richtung. Ob er morgen spielen kann, wird sich kurzfristig entscheiden. Wenn nicht, haben wir andere Optionen, denn jeder einzelne im Team reißt sich in jedem Training den Allerwertesten auf“, bleibt Eakins bei vorsichtigem Optimismus pragmatisch.

Fünf Partien waren es im Viertelfinale. Über Ostern gab es ein paar spielfreie Tage. Nun sind es nur noch wenige Stunden, ehe es in der gut gefüllten SAP Arena mit dem Halbfinale weitergeht. Einem Halbfinale gegen einen starken Gegner. Ein Halbfinale gegen ein anderes Ligaschwergewicht. Ein Duell mit einem harten Widersacher, der ganz ähnliche Eigenschaft mitbringt, wie unsere Adler. Ein Duell mit dem Spiegelbild.

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