22.04.2026

Das Gedächtnis eines Goldfischs

Das Gedächtnis eines Goldfischs

Wir könnten an dieser Stelle die Jahre, Monate, Wochen, Tage, Stunden, Minuten und Sekunden erwähnen, die seit unserer jüngsten Finalteilnahme vergangenen sind. Machen wir aber nicht. Wir schauen nach vorne, und erwähnen die Stunden, die noch vergehen müssen, ehe unser Finale 2026 gegen Berlin beginnt. Denn mit Erscheinen dieser News sind es noch 51,5 Stunden. Am Freitagabend beginnt die letzte Serie der diesjährigen Playoffs. Am Freitagabend beginnt der letzte Kampf um den Titel. Der Kampf zwischen Adler und Eisbär.

„Ein Finale ist immer die größte Herausforderung im Sport, der man sich stellen kann. Diese vier Siege sind am schwersten zu erringen. Berlin steht uns nicht zufällig gegenüber. Sie sind der amtierende Meister, sie spielen unglaubliches Eishockey. Wir freuen uns über die Chance, gegen sie antreten zu dürfen“, weiß auch Cheftrainer Dallas Eakins um die Bedeutung dieser Schlussrunde und die Größe der Aufgabe. „Du spürst die Begeisterung, die Vorfreude, egal, mit wem du sprichst. Gefühlt jeder weiß, dass wir im Finale stehen, dass es gegen Berlin geht und am Freitag der Startschuss fällt. Wir versuchen, uns nicht anstecken, keine Anspannung aufkommen zu lassen und uns aufs Wesentliche zu konzentrieren“, geht es für Kapitän Marc Michaelis vor allem darum, sich und sein Team fokussiert zu halten.

Dabei schwingt gerade bei Michaelis ein gewaltiger emotionaler Part mit: „Für mich als Kind Mannheims, der als Fan Finalspiele erlebt und die Nachwuchsabteilung durchschritten hat, ist es das Größte, nun selbst für die Adler ein Finale bestreiten zu dürfen“. Nach Sieg vier im Halbfinale am vergangenen Freitag gab es ein freies Wochenende, ehe seit Wochenbeginn harte Trainingseinheiten zur Vorbereitung auf die Finalserie dienen. „Die Eisbären werden uns nicht den Gefallen tun, in ihrer Zone auf unsere Angriffe zu warten. Sie werden extrem hart forechecken, sie werden gut eingestellt sein. Wir haben aber auch einen Plan, um diesem Forecheck zu entkommen. Und trotzdem wird es definitiv eine Herausforderung, das Spiel kontrolliert aufzubauen“, konkretisiert Eakins.

Der nächste Schritt

Doch nicht nur Berlin steht verdientermaßen im Endspiel. „Wir haben über die gesamte Saison hinweg immer wieder Wege gefunden, die Spiele mehrheitlich für uns zu entscheiden. Der Charakter der Mannschaft ist unglaublich, und natürlich hilft uns auch ein unglaublicher Torhüter entscheidend dabei, dass wir speziell in den Playoffs nicht über die gesamte Länge der Serien gehen mussten, wir anstelle Zeit für Regeneration hatten. Wir sind ein eingeschworener Haufen“, lobt Michaelis sein Team für konstant starke Monate. „Was wir im Gegensatz zu Berlin nicht haben, ist eine gegenwärtige Finalerfahrung. Die Eisbären standen in der nahen Vergangenheit häufiger im Endspiel, haben in dieser Zeit jede Menge Erfahrungen gesammelt. Für uns ist es daher ein weiterer Schritt, diese Erfahrungen in diesem Jahr mitzunehmen. Gleichzeitig haben wir die Kadertiefe, sind gewachsen und gereift, gerade mental. Unser Spiel findet inzwischen auf einem höheren Level statt“, spricht Eakins die Entwicklung seiner Mannschaft an.

Wenn es darum geht zu wissen, was es in einem Finale am meisten braucht, ist wohl kaum ein Spieler ein besserer Gesprächspartner als Tom Kühnhackl mit seinen zwei Stanley-Cup-Siegen. „Es braucht einen kühlen Kopf und das Gedächtnis eines Goldfischs. Es passieren in den Playoffs so viele Dinge – gute Dinge, schlechte Dinge. Daran darf man sich nicht festbeißen. Es geht schnell weiter“, so der Routinier. „Natürlich kommen mir Bilder von meinen Stanley-Cup-Siegen in den Kopf. Immer, wenn man in einem Finale steht und man sich die Chance gibt, ganz oben zu stehen, willst du am Ende auch ganz oben stehen. Ich hoffe, dass ich der Mannschaft mit meiner Erfahrung weiterhelfen kann“, ergänzt der 34-Jährige.

Touch the Cup

Obwohl in den Playoffs eher untypisch, gibt es kurz vor Finalstart Neuigkeiten aus dem Verletztenstand. Die Entwicklung bei Brendan O’Donnell ist dabei sehr erfreulich. Nach einer perfekt verlaufenen Operation gestaltet sich auch der Heilungsprozess rasant. Daher ist es nicht ausgeschlossen, dass der Stürmer im Laufe der Playoffs doch nochmals eingreifen könnte. Vielleicht schon in 51,5 Stunden, wenn unser Finale 2026 gegen die Eisbären beginnt.

Bei dieser Partie haben alle Fans in der SAP Arena zudem die Möglichkeit, im Rahmen der Fan-Aktion des Ligen-Partners Penny den PENNY DEL Pokal kostenlos und exklusiv zu berühren, mit ihm zu posieren und Fotos zu schießen. Dafür wird der Pokal ab 90 Minuten vor Spielbeginn sowie in allen Drittelpausen vor den Blöcken 208/209 aufgestellt. Die Fotos bekommt ihr vor Ort direkt ausgedruckt, zudem gibt es einen Download-Link. Die ideale Gelegenheit, sich selbst einmal als Champion zu fühlen.

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