Im Auge des Adlers: Eisbären Berlin
Maximal sieben Spiele. Bis zu siebenmal derselbe Gegner. Die Playoffs sind laut, intensiv und fordernd – sie heben alles auf ein höheres Niveau. Sowohl das Viertelfinale gegen Bremerhaven als auch die Halbfinalserie gegen München hat vieles davon bereits gezeigt. Im Finale treffen wir nun auf den amtierenden Meister aus Berlin. Wir haben die Eisbären genauer unter die Lupe genommen. Im Auge des Adlers.
Form: Der Weg ins Finale führte die Eisbären im Viertelfinale über Straubing und im Halbfinale über Hauptrundensieger Köln. Mit jeweils 4:2 setzten sich die Berliner gegen die Tigers und die Haie durch. Wie unsere Adler gingen die Eisbären bei keinem Heimspiel als Verlierer vom Eis.
Überzahl: Wie schon in der Hauptrunde zählt das Powerplay der Berliner auch in den Playoffs statistisch nicht zu den stärksten, 17,14 Prozent der Überzahlsituationen führten bislang zum Erfolg.
Unterzahl: Deutlich stabiler präsentiert sich das Unterzahlspiel. Mit einer Erfolgsquote von 85 Prozent stellen die Eisbären das drittbeste Penalty Killing der Playoffs. Zudem gelang bislang ein eigener Treffer in Unterzahl.
Topperformer: Ty Ronning ist derzeit Playoff-Topscorer. Der Angreifer kommt auf sechs Tore und zehn Vorlagen. Torgefahr strahlt aber auch die Defensive aus: Jonas Müller war bereits fünfmal erfolgreich und bereitete drei weitere Treffer vor.
Torhüter: Da Stammgoalie Jake Hildebrand zu Beginn der Playoffs angeschlagen fehlte, übernahm zunächst Jonas Stettmer. Hildebrand kehrte zwar im Halbfinale zurück, verletzte sich jedoch im vierten Spiel gegen Köln erneut und fällt nun für den Rest der Saison aus. Stettmer, der besonders im entscheidenden sechsten Spiel gegen die Haie überzeugte, weist aktuell eine Fangquote von 91,77 Prozent auf.
Faustpfand: Trotz zahlreicher Ausfälle und teils langfristigen Verletzungen finden die Eisbären dank ihrer Kaderbreite immer wieder Lösungen. Insgesamt 16 verschiedene Spieler haben bislang getroffen. Außerdem sind die 370 abgegebenen Torschüsse, die meisten aller Playoff-Teilnehmer.
Achillesferse: Mit Jake Hildebrand, Lean Bergmann, Korbinian Geibel, Blaine Byron und Patrick Khodorenko fehlen fünf Stammkräfte langfristig.



