21.04.2026

Schütz: „Gehört zur Qualität einer Topmannschaft“

Schütz: „Gehört zur Qualität einer Topmannschaft“

Mit vier Toren und sieben Vorlagen ist Justin Schütz aktuell unser Playoff-Topscorer. Doch nicht nur seine Punkte unterstreichen seinen Wert für die Mannschaft: Mit seiner Spielweise schafft der Stürmer Räume für seine Mitspieler, stellt sich konsequent in den Dienst der Mannschaft und sorgt mit seiner Energie für zusätzliche Motivation innerhalb des Teams. Im Interview spricht der Angreifer über die zurückliegende Serie, seine persönliche Leistung und wirft einen Blick voraus auf das anstehende Finale gegen Berlin.

Justin, ihr steht im Finale um die deutsche Meisterschaft. Wie stolz bist du auf dich und das Team?

Ich bin sehr stolz auf unser gesamtes Team. Wir haben uns den bisherigen Erfolg über das gesamte Jahr hinweg hart erarbeitet. Der Zusammenhalt in der Mannschaft ist herausragend, weshalb es unglaublich viel Spaß macht, mit den Jungs zusammenzuspielen. Natürlich freuen wir uns über das bisher Erreichte, aber jetzt zählt nur noch das große Ziel.

Die Hauptrunde war ein Marathon, die beiden zurückliegenden Serien – mit jeweils nur einer Niederlage – eher ein Spurt. Wie herausfordernd war der Weg ins Finale?

Gerade die Serie gegen München hätte auch ganz anders verlaufen können, da müssen wir ehrlich zu uns sein. Das 4:1 spiegelt den tatsächlichen Verlauf nur bedingt wider. In den ersten beiden Spielen war München vielleicht sogar die etwas bessere Mannschaft. Da hatten wir mit Maxi einen überragenden Torhüter, der uns die Siege festgehalten hat. Zudem hatten wir auch das nötige Quäntchen Glück, vor allem in Spiel zwei. Es gehört jedoch zur Qualität einer Topmannschaft, solche Spiele und Serien zu gewinnen, in denen man vielleicht nicht immer die bessere Mannschaft ist.

Hat die Serie gegen München aus eurer Sicht gehalten, was sie versprochen hatte?

Absolut. Es waren zwei sehr disziplinierte Teams mit vielen engen und spannenden Spielen, die in beide Richtungen hätten kippen können. Auch Spiel vier war lange ausgeglichen. Dann passieren zwei Fehler und plötzlich steht es 1:4. Es geht einfach extrem schnell. Die Serie hat großen Spaß gemacht, weil beide Mannschaften auf Augenhöhe agiert und ein ähnliches, sehr strukturiertes Eishockey gespielt haben.

Für dich persönlich läuft es ebenfalls sehr gut in den Playoffs. Du bist der interne Topscorer. Hast du dir vor der Endrunde konkrete Ziele gesetzt?

Nein, in den Playoffs setzt man sich keine individuellen Ziele mehr. Da geht es einzig und allein darum, am Ende als Sieger vom Eis zu gehen. Persönliche Statistiken sind komplett zweitrangig.

Worauf kommt es deiner Meinung nach in den Playoffs besonders an?

Wenn du bis zu siebenmal gegeneinander spielst, setzt sich am Ende meist die bessere und diszipliniertere Mannschaft durch. Ganz entscheidend sind außerdem die Special Teams, weil beide Mannschaften darauf bedacht sind, keine Fehler zu machen. Zudem brauchst du natürlich auch einen Torhüter, auf den du dich jederzeit verlassen kannst.

Jetzt geht es gegen Berlin, einen Gegner mit großer Rivalität. Steigert das die Vorfreude zusätzlich?

Klar, die Eisbären sind jedes Jahr ein Team, das um die Meisterschaft spielt, weil sie die nötige Qualität besitzen. Es ist ein Finale, auf das sich alle freuen können – nicht nur wir, sondern ganz Eishockey-Deutschland. Wir sind auf jeden Fall heiß.

Worauf wird es gegen den Hauptstadtclub besonders ankommen?

Es ist diese Playoff-Qualität, die sie auszeichnet. Sie wissen genau, wie man Spiele gewinnt. Dazu kommt die Mischung aus Erfahrung, Ruhe in entscheidenden Momenten und Effizienz, genau das macht sie so gefährlich. Aber diese Tugenden haben auch wir unter Beweis gestellt. Daher rechne ich mit einer langen, intensiven und ausgeglichenen Serie.

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