Der Wiederbeginn
Vergleichbar mit dem Ende der Winterferien, wenn der Schulalltag wieder beginnt und sich alle viel zu erzählen haben, kamen am gestrigen Donnerstag auch unsere Jungs wieder zusammen. Trainingsstart, Wiedersehen, Vorbereitung auf den anstehenden Hauptrundenendspurt – die Vorfreude war allen Beteiligten anzumerken. Zwischen Anekdoten aus dem Urlaub und Gesprächen über erholsame Tage wurde schnell deutlich: Die Akkus sind aufgeladen, der Fokus richtet sich nun auf die noch ausstehenden Spiele der Hauptrunde.
Keine schneidenden Kufen auf dem Eis, keine Gespräche in der Kabine, kein metallisches Klirren von Hantelscheiben, in den vergangenen Tagen war es ungewohnt ruhig rund um die Kabine. Fast schon symbolisch sorgte lediglich die Kaffeemaschine mit ihren mechanischen Geräuschen für so etwas wie Betrieb in der Kabine. Diese Stille ist nun vorbei. Seit Donnerstagnachmittag herrscht wieder der gewohnte Alltagstrubel. „Ja, ich freue mich wirklich sehr. Es ist schön, wieder zurück zu sein und die Jungs zu sehen“, gab Anthony Greco zu. Unser Topscorer nutzte die Pause, um der winterlichen Kälte zu entfliehen: „Ich bin mit meiner Familie nach Florida geflogen, habe Sonne getankt und mich gut erholt.“
Verteidiger Tobias Fohrler verbrachte die freie Zeit ebenfalls in wärmeren Gefilden. „Die erste Woche war ich noch hier und habe normal weitertrainiert. Es waren noch ein paar Jungs da, sodass wir eine kleine Trainingsgruppe hatten. In der zweiten Woche bin ich dann mit meiner Freundin nach Dubai gereist und habe mich dort gut erholt. Während der Saison ist es einfach gut, ein bisschen Sonne zu tanken und den Kopf freizubekommen“, so der Rechtschütze. Die Vorfreude auf die anstehenden Aufgaben ist auch bei Fohrler spürbar: „Natürlich haben die freien Tage gutgetan, um sich zu erholen und mental abzuschalten. Aber ich denke, alle Jungs haben die Akkus wieder aufgeladen und richtig Bock, dass es wieder losgeht.“
Zwei Kontraste
Während sich sechs unserer Jungs derzeit bei den Olympischen Spielen mit den besten Spielern der Welt messen, geht es für den Rest des Teams bereits in der kommenden Woche ebenfalls wieder in den Wettkampfmodus. Die Testspiele gegen den HC Ajoie und die SCL Tigers aus Langnau bilden dabei einen deutlichen Kontrast zum mit NHL-Stars gespickten Eishockeyturnier bei Olympia – und sind dennoch von großer Bedeutung. „In der Schweiz erwarten uns zwei gute Teams, die schnell spielen. Schweizer Eishockey ist bekanntlich technisch stark und temporeich. Das sind für uns genau die richtigen Tests, um wieder reinzukommen“, erklärt Fohrler.
Auch Greco, der beide Gegner noch aus seiner Zeit in der Schweiz kennt, sieht in den Partien einen wichtigen Schritt zurück in den Rhythmus: „Es ist gut, wieder in diese Spielmentalität zu kommen. Das hilft uns, unsere Beine wieder in Schwung zu bringen, bevor es in der Liga weitergeht.“ Apropos Liga: Wenn am 25. Februar der Spielbetrieb in der PENNY DEL wieder aufgenommen wird und die Augsburger Panther in der SAP Arena aufschlagen, steht ein besonderer Abend bevor. An diesem Tag ehren wir unsere ewige Nummer 29 – Denis Reul. Seine Rückennummer wird zukünftig in Mannheim nicht mehr vergeben. Die Bannerzeremonie verspricht emotionale Momente und Gänsehaut. Zudem findet an diesem Tag der zweite Studi-Tag der Saison statt, bei dem eingeschriebene Studierende von einem Preisvorteil profitieren.
Nach ruhigeren Tagen rund um die Kabine ist nun wieder Leben eingekehrt. Der Fokus liegt klar auf dem Endspurt. Denn nur noch acht Partien sind es nach dem Restart bis zu den Playoffs. Und vielleicht kehren die Olympia-Teilnehmer mit Erfolgserlebnissen zurück. Die Unterstützung der Teamkollegen ist ihnen in jedem Fall sicher. „Natürlich drücke ich vor allem unseren Jungs die Daumen. Ich hoffe, dass sie erfolgreich sind, und bin gespannt, wie sich das Turnier entwickelt“, so Greco.



